Sprüche, Gedichte und Zitate Sammlung

Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate



     

Kategorie: August von Platen



Abschiedswort an die Freunde

Gehabt euch wohl, ihr Freunde,
Ihr bleibt in Vaters Haus:
Wir ziehn in fremde Lande,
Wir ziehn wohl weit hinaus.
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An die Schöne

Sie trug ein Band in Haaren,
Das flatterte durch die Luft,
Am Busen barg sie Rosen,
Die spendeten würzigen Duft.
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Bist du der Freund …

Bist du der Freund, weil du mein Herz gewinnest?
Bist du die Schlange, weil du stets entrinnest?
Bist du die Seidenraupe, weil du sachte
Mit feinen, starken Fäden mich umspinnest?
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Der Ungeliebte

Fänd ich doch auf irdscher Flur,
Fänd ich doch die Liebe nur,
Die ich liebend denke,
Daß in sie der irre Geist
Der sich wild durch Welten reißt,
Liebevoll versänke.
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Abschied von der Zeit

Konnt’ ich doch sonst mich auferbauen,
Den lustigen Lauf der Welt beschauen,
Nun hör ich die politischen Schellen
Mir ewig vor den Ohren gellen,
Das Kleinste seh ich zuhöchst sich schwingen,
Als wolle der Staat die Welt verschlingen!
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Wenn ihr suchet ohne Wanken

Wenn ihr suchet ohne Wanken,
was das Leben kann erfrischen,
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Die Liebe scheint die zarteste der Triebe

Die Liebe scheint die zarteste der Triebe,
das wissen selbst die Blinden und die Tauben;
ich aber weiß, was wenige Menschen glauben:
dass wahre Freundschaft zarter ist als Liebe.
August von Platen

Wenn ihr suchet ohne Wanken

Wenn ihr suchet ohne Wanken,
was das Leben kann erfrischen,
bleiben jung auch die Gedanken;
weil sie ewig jung nur zwischen Hoffen und Erfüllen schwanken.
August von Platen

Deine Reue sei lebendiger Wille

Deine Reue sei lebendiger Wille, fester Vorsatz.
Begangene Fehler zu betrauern ist zu nichts nütze
August von Platen

Verliebte sehen in der Welt nur sich

Verliebte sehen in der Welt nur sich;
doch sie vergessen, dass die Welt sie sieht.
August von Platen

Überlass dein Boot auf dem Meere

Überlass dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen, sondern rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.
August von Platen

Was stets und allerorten

Was stets und allerorten
sich ewig jung erweist,
ist in gebundenen Worten
ein ungebundener Geist.
August von Platen

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