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Sprüche, Gedichte, Zitate

Abschiedswort an die Freunde | Gedicht von August von Platen

Gehabt euch wohl, ihr Freunde,Ihr bleibt in Vaters Haus:Wir ziehn in fremde Lande,Wir ziehn wohl weit hinaus. Zum Himmel mögt ihr flehen,Gehn wir zu Kampf und Streit;Doch fleht ihn nicht um Gnade,Nur um Gerechtigkeit. Laßt uns noch treu umarmen,Ehs uns zu scheiden treibt:Wer weiß, wer wiederkehret,Wer weiß, wer dorten bleibt? Vielleicht sind unsre TageVom nahen

Abschied von der Zeit | Gedicht von August von Platen

Konnt ich doch sonst mich auferbauen,Den lustigen Lauf der Welt beschauen,Nun hör ich die politischen SchellenMir ewig vor den Ohren gellen,Das Kleinste seh ich zuhöchst sich schwingen,Als wolle der Staat die Welt verschlingen! Wie fühl ich frei mich und beglückt,Daß man noch Blumen auf Wiesen pflückt,(In Gärten will sich’s nicht mehr schicken,Auch nur ein Blättchen

So lasst uns noch

So lasst uns noch einmal vereint die vollen Gläser schwingen; der Abschied werde nicht geweint, den Abschied sollt ihr singen. August von Platen (1796-1835)

In Freund, der dich so gut verstand

In Freund, der dich so gut verstand, reicht zum Abschied dir die Hand. Du zweifelst, ja, du glaubst es kaum, ihm rinnen Tränen ins Gesicht. Minuten noch, dann ist er fort, von diesem so vertrauten Ort. Wo du nun – ohne ihn musst sein, unter vielen – doch allein!