Sprüche, Gedichte und Zitate Sammlung

Lustige, besinnliche, liebevolle, traurige und andere Texte, Gedichte und Zitate

     
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Archiv: Oktober 2010



Ist nicht im Innern Sonnenschein

Ist nicht im Innern Sonnenschein,
von außen kommt er nicht hinein.

Friedrich von Bodenstedt

Magst du die Lüge noch so gut

Magst du die Lüge noch so gut
in das Gewand der Wahrheit kleiden, -
der Dümmste ist nicht dumm genug,
um beides nicht zu unterscheiden

Friedrich von Bodenstedt

Das Dasein

Ein dunkler Feind erheiternder Getränke,
Ein Philosoph, trat neulich hin
Und sprach: Ihr Herren, wißt, ich bin.
Glaubt mir, ich bin. Ja, ja! Warum? Weil ich gedenke.
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Wer sich stets zu viel geschont hat

Wer sich stets zu viel geschont hat,
der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung.
Gelobt sei, was hart macht!

Friedrich Nietzsche

Meine Rosen

Ja, mein Glück, es will beglücken,
alles Glück will ja beglücken.
Wollt ihr meine Rosen pflücken?
Müßt euch bücken und verstecken
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Ein sicheres Mittel, die Leute aufzubringen

Ein sicheres Mittel, die Leute aufzubringen und ihnen böse Gedanken in den Kopf zu setzen,
ist, sie lange warten zu lassen.

Friedrich Nietzsche

Das nächtliche Geheimniss

Gestern Nachts, als Alles schlief,
Kaum der Wind mit ungewissen
Seufzern durch die Gassen lief,
Gab mir Ruhe nicht das Kissen,
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Der Mensch lebt in einem beständigen Krieg mit dem Zufall

Der Mensch lebt in einem beständigen Krieg mit dem Zufall.
Wir wandern auf Glatteis und sind keinen Augenblick sicher, dass wir nicht fallen

Friedrich Vischer

Die schlimmsten Schmerzen sind auf Erden

Die schlimmsten Schmerzen sind auf Erden,
die ausgeweint und ausgeschwiegen werden.

Friedrich von Bodenstedt

Halbe Narren sind wir alle

Halbe Narren sind wir alle,
ganze Narren sperrt man ein,
aber die Dreiviertelnarren
machen uns die größte Pein.

Friedrich von Bodelschwingh

Willst du klug durchs Leben wandern

Willst du klug durchs Leben wandern, prüfe andre, doch auch dich!
Jeder täuscht gar mal den Andern, doch am liebsten jeder sich.

Friedrich von Bodenstedt

Seit deiner Augen Himmelsglanz

Seit deiner Augen Himmelsglanz
Mir in das Herz gestossen,
Hat sich das Weltgeheimniß ganz
Dem innern Blick erschlossen.
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Der Baum

Der Baum, auf dem die Kinder
Der Sterblichen verblühn,
Steinalt, nichts desto minder
Stets wieder jung und grün.
Er kehrt auf einer Seite
Die Blätter zu dem Licht,
Doch kohlschwarz ist die zweite
Und sieht die Sonne nicht.
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Das Glück und die Weisheit

Entzweit mit einem Favoriten,
Flog einst Fortun’ der Weisheit zu:
»Und will dir meine Schätze bieten,
Sei meine Freundin du!
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Der Jüngling am Bache

An der Quelle saß der Knabe,
Blumen wand er sich zum Kranz,
Und er sah sie fortgerissen,
Treiben in der Wellen Tanz.
Und so fliehen meine Tage,
Wie die Quelle, rastlos hin!
Und so bleichet meine Jugend,
Wie die Kränze schnell verblühn!
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