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Sprüche, Gedichte, Zitate

Am Wege | Gedicht von Heinrich Seidel

Wir wanderten am heissen Maientag.Zur Rechten blitzend lag ein See, und sonstIn weitem Bogen ward das grüne FeldVon sonnbeglänztem Tannenwald umzirkt. –Ein Häuschen dort im hellen Obstbaumgrün,Ein Ackersmann der seine Furchen zog.Und hier und da ein Busch – das war die Landschaft.Wir sprachen mancherlei und achtetenDes Weges wenig.Plötzlich sah ich auf:Sieh da, ein Mädchen an

Auf dem Anstand

Im goldnen AbendscheineRuht dämmernd das Gefild;Am Waldrand ruh‘ ich, wartendAuf gar ein lieblich Wild. Von Ferne ruft der KukukSo heimlich rauscht der Wald,Es schwebt vor meinen GedankenEine wunderschöne Gestalt. Die Büchse ruhet lässigIn Gras und weichem Klee –Mich hat in’s Herz getroffenSelber ein schlankes Reh. Da rauscht es in dem LaubeVon wunderleichtem Schritt: –Mein Rehlein