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Sprüche, Gedichte, Zitate

Abschied von der Jugend

Wie der zitternde Verbannte Steht an seiner Heimat Grenzen, Rückwärts er das Antlitz wendet, Rückwärts seine Augen glänzen, Winde, die hinüber streichen, Vögel in der Luft beneidet, Schaudernd vor der kleinen Scholle, Die das Land vom Lande scheidet;

An die jungen Menschen

Enthebt euch aus dem dunklen Schoß beengter Menschenwissenschaft: Das Leben selbst will stark und groß euch zeigen seine höchste Kraft. Die Mauern aus zerlesnen Büchern, verschriebenen Heften, stürzt sie ein! Enthüllt von tausend Leichentüchern der Schönheit hellen Götterstein!

An den Großvater

Wie Schwaches sich zu Starkem füget, Voll jugendlicher Zärtlichkeit Der Zweig sich an die Eiche schmieget, Großväterchen! so nah‘ ich heut‘. Am Tage, der Dich einst geboren, – Es sind nun zweiundsechzig Jahr – Und reiche, dazu auserkoren.

Bitte

Du gabst mir, Herr, der Jugend Garten, Mit tausend Blumen ausgeschmückt. Soll ich so vieler Knospen warten? Oh, nimm den vollen Kranz zurück!

Einer Freundin zum Geburtstag | Gedicht von Christoph von Mickwitz

Wie schnell ist doch die Zeit verflogen!Gar manches Jahr schon ging dahin,Seit Du zuerst hier eingezogen,Ein frohes Kind mit leichtem Sinn.Seit mir zuerst aus Deinem MundeIn`s Ohr ein freundlich Wörtchen klang,Und mir in jener ersten StundeDein lieber Blick das Herz bezwang. O warum mußte sie enteilen,Die gold`ne Kinderfröhlichkeit!O warum konnte sie nicht weilen,Die sonnig helle