Halte Wort, was Du versprochen,
eh‘ Du sprichst, beherrsche Dich.
Schnell ist wohl ein Wort gesprochen,
das gebroch’ne rächet sich.
Heinrich Martin
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Hier findet Ihr kurze Gedichte, deutsche Reime. Zu verschiedenen Anlässen ein Gedicht oder auch einen Reim in kurz.
Halte Wort, was Du versprochen,
eh‘ Du sprichst, beherrsche Dich.
Schnell ist wohl ein Wort gesprochen,
das gebroch’ne rächet sich.
Heinrich Martin
Mit dem Klagen, mit dem Zagen,
wie verdirbst Du’s allzuoft;
lerne Trübes heiter tragen,
und das Glück kommt unverhofft.
Volksgut
Hat dich ein bittres Leid getroffen,
so scheue nicht ein doppelt Müh’n;
am schönsten pflegen Trost und Hoffen
im Schweiß der Arbeit aufzublühn.
Friedrich Julius Hammer
Das Paradies kann nur im reinen Herzen sein.
Trägst du es nicht in dir, so kommst du nicht hinein.
Gerhard Tersteegen
Ob du hoch im Abendrothe
Auf dem Grat der Firnen schweifst;
Ob du tief im Dampf der Schlote
Nach dem Grau der Erde greifst –
Ob du Himmelsglück entfaltest
Oder bang im Leide wühlst:
Fühle Freund, was du gestaltest
Und gestalte, was du fühlst!
Friedrich Ludwig Adolf Ernst Eckstein
Der Träge sitzt, weiß nicht wo aus,
und über ihm stürzt ein das Haus,
mit frohen Segeln munter
fährt der Frohe das Leben hinunter
Ludwig Tieck
Bist du einmal gar zu traurig,
weil das Leben ach so schaurig,
dann bedenk, dass deine Sorgen spätestens schon übermorgen
halb so schlimm wie heute scheinen
und kein Anlass mehr zu weinen.
Volksgut
Kunst ist ein reines Licht,
das aus der Seele bricht.
Doch strahlt es dann nur rein,
streb ich, es selbst zu sein.
Emanuel von Bodman
Was ich verwundert immer sah:
Die Menschen sagen fröhlich ‚ja‘
und meistens ernst verbissen ’nein‘.
Das sehe ich durchaus nicht ein.
Wer sicher ist, kann es doch wagen,
auch freundlich lächelnd ’nein‘ zu sagen.
Karl-Heinz Söhler
Von dir, oh Liebe, nehm ich an den Kelch der bittern Leiden;
Nur einen Tropfen dann und wann, nur einen deiner Freuden!
So wird dein Kelch, oh Liebe, mir wie Feuerbecher glänzen;
Auch unter Tränen will ich dir mit Rosen ihn bekränzen.
Johann Georg Jacobi
Ein jeder, der zufrieden ist,
erweitert seines Daseins Frist:
Durch Freud an der Vergangenheit
verdoppelt sich die Lebenszeit.
Martial
Das bringt bei Weibern manche Not:
zu manchem treibt sie ein Verbot,
wozu sie gar nichts triebe,
wenn‘s unverboten bliebe.
Gottfried von Straßburg