Wer der Masse nachläuft,
verspürt ihren Atem bald im Nacken.
Henry de Montherlant
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Sprüche, Gedichte und Zitate, die in keine Kategorie passen
Wer der Masse nachläuft,
verspürt ihren Atem bald im Nacken.
Henry de Montherlant
Du warst bei’m Näh’n nicht auf der Hut
Und stachst dein rosig Fingerlein –
Da steht ein rundes Tröpfchen Blut
Als wie ein rechter Edelstein.
So wünsch‘ ich dir, wenn einst dein Herz
Von bittren Leiden wird verwundet,
Daß sich wie hier aus herbem Schmerz
Des Glückes schöne Perle rundet.
Heinrich Seidel
Die stillen, schlafenden Felder,
Darüber der Atem geht
Der Nacht, und die schwarzen Wälder,
Die schweigenden, schwarzen Wälder,
Des Lebens Nebel ist ein kurtz bewölckter Tag/
An dem man wenig Licht und Sonne sehen mag.
Versuchungen kommen meist
durch absichtlich offen gelassene Türen.
Gilbert Keith Chesterton
Ein Wetter fährt gewaltig her,
beugt Wipfel stark und stolz
und schleudert seinen blanken Speer
in alt und junges Holz.
Nur die Vorstellung des Guten,
welche die entgegengesetzte Vorstellung überwiegt,
treibt stets den Willen zur Handlung an.
Gottfried Wilhelm Leibniz
Des Dichters Kraft und Schwinge brach
Von Neid und Not gehetzt,
Im Narrenturm ein eng Gemach
Giebt Herberg ihm zuletzt.
Wir machen uns Freunde.
Wir machen uns Feinde,
aber Gott macht den Nachbarn nebenan.
Gilbert Keith Chesterton
Im Verzeihen des Unverzeihlichen kommt der Mensch
der göttlichen Liebe am nächsten.
Gertrud von le Fort
Beide schaden sich selbst:
Der zu viel verspricht und der zu viel erwartet.
Gotthold Ephraim Lessing