Alles Käse ! sagt mein Liebeswahn. Heut‘ mach ich Lyrik a cappella. Der Laden riecht nach Parmesan, der Boden glänzt wie Mozzarella. Ein guter Käse muss jetzt her ! Ich schaue HIER und schaue DA. Hier lockt ein warmer Camembert, dort ein kräftiger Gouda.
Die goldenen Osterfeuer glühen, Der Frühling kam in die Welt hinein, Ich sehe deine Wangen glühen In unserer Feuer rotem Schein. Zwei Feuer nebeneinander flammen, Wir haben lächelnd die Glut entfacht, Die roten Flammen schlagen zusammen Und lodern vereinigt in die Nacht. Es lodern und leuchten und zittern und sprühen Zwei Flammen heiss in die
Entführung O Lady Judith, spröder Schatz, Drückt dich zu fest mein Arm? Je zwei zu Pferd haben schlechten Platz Und Winternacht weht nicht warm. Hart ist der Sitz und knapp und schmal, Und kalt mein Kleid von Erz, Doch kälter und härter als Sattel und Stahl War gegen mich dein Herz. Sechs Nächte lag ich
Walpurgisnacht Liebe Mutter, heut‘ Nacht heulte Regen und Wind. „Ist heute der erste Mai, liebes Kind.“ Liebe Mutter, es donnerte auf dem Brocken droben. „Liebes Kind, es waren die Hexen oben.“ Liebe Mutter, ich möcht keine Hexen sehn. „Liebes Kind, es ist wohl schon oft geschehn.“ Liebe Mutter, ob wohl im Dorf Hexen sind? „Sie
Tag der Pfingsten! Glockenklang Schallt aus allen Thälern wider. Hoch vom grünen Bergeshang Jubeln Wand’rer frohe Lieder, Glühend ruht dein bräutlich Licht Ausgegossen auf den Fluren – Zeigt der Schöpfung Angesicht Deines Wandels Flammenspuren. Funkelnd in des Lichte Kuß Rauscht der Strom entlang den Borden, Wo der Schönheit Genius Duft’ger Blumenreiz geworden. Willst du nicht
Denn der heilige Geist ist ausgegossen In den glutenbunten Tulpenflammen, Und er heißt: Seid fröhlich, Menschenkinder! Jede Blume, glorienumflossen, Ist, dem Haupt Mariens gleich, ein Abbild Milder, tiefer, süßer Gottesliebe … Denn der heilige Geist ist ausgegossen. Zwischen Tulpenflammen und Narzissen Springen unter schweren Fliederbüschen Kleine Mädchen losen Haars im Garten. Lerne, Herz! Die kleinen
Ein Esel lag darnieder In einem Wald sehr krank. Ein Wolf der stellt sich bieder, Nahm für ihn seinen Gang, Tät ihm schmeichelnd zusprechen: „Leid ist mir dein Unfall. Sag, wo ist dein Gebrechen?“ Begriff ihn überall.
Sonnenschein auf allen Dächern, In den Gassen laue Luft, Silberbläulich strahlt der Himmel, Und die Berge steh’n in Duft. Junges Herz, hinaus ins Freie, Und vorbei an Liebchens Haus! Schau, vor ihrem offnen Fenster Steht ein frischer Blumenstrauß!