Liebe fordert letzte Beugung,
und ich trau‘ dem dunklen Rufe.
Noch im tiefen Graun der Zeugung
fühl‘ ich Sehnsucht,
ahn‘ ich Stufe.
Hans Carossa
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Liebe fordert letzte Beugung,
und ich trau‘ dem dunklen Rufe.
Noch im tiefen Graun der Zeugung
fühl‘ ich Sehnsucht,
ahn‘ ich Stufe.
Hans Carossa
Echte Revolutionäre sind die,
die nichts zu verlieren haben.
Michail Bakunin
Wenn’s besser kommt als vorausgesagt,
dann verzeiht man sogar dem falschen Propheten…
Ludwig Erhard
Wer die Liebe nicht versteht,
begreift weder den Hass noch den Zorn.
Fanny Lewald
Man kann den Frühling im Jahre nicht festhalten,
aber man kann jung bleiben in der Seele bis an sein Ende, wenn man die Liebe lebendig erhält in seinem Herzen für die Menschen, die der Liebe würdig sind, und das Auge offen behält für das Schöne, Große, Gute und Wahre.
Fanny Lewald
Der Reichtum ist entsittlichend, sobald er seine Besitzer gewöhnt, jede Art von Überfluss und Luxus, selbst den unvernünftigsten, als eine ihnen unentbehrliche Notwendigkeit, ja als ein ihnen zustehendes Recht anzusehen, und darüber die Leidensbedingungen und Entbehrungen der weniger Begünstigten zu vergessen.
Fanny Lewald
Jede Erfindung, welche dem Menschen die Mühe einer mechanischen Arbeit abnimmt, erweitert für ihn die Möglichkeit seines geistigen freien Schaffens und Wirkens und gestattet ihm damit eine Ausnutzung seines Lebens, welche einer Verlängerung desselben gleichkommt.
Fanny Lewald
Bei einem jähen, plötzlichen Schlag bricht der Mensch zusammen, aber es gibt eine stille Art von Unglück, die sich einschleicht, wie ein ungebetener, lästiger Gast, von dem man täglich hofft, er werde sich wieder entfernen, und bis man sich überzeugt, dass er nicht mehr zu vertreiben ist, ist man bereits an ihn gewöhnt.
Wilhelmine von Hillern
Wahre Liebe ist genügsam –
sie bescheidet sich mit wenigem,
denn ihr ist auch das wenige – viel!
Wilhelmine von Hillern
Der Zorn kann sich beruhigen, aber der echte, aus verbittertem, mißhandelten Herzen erwachsene Hass schlägt seine Wurzeln durch das ganze Sein, er ist eine stille fortgesetzte Tat ohnmächtiger Rache.
Wilhelmine von Hillern
Das Vertrauen ….
eines Tages lag das Vertrauen auf dem Boden, es war müde, es fühlte sich zerstört. Es gab keinen Grund mehr aufzustehen. Da kam die Liebe vorbei: „Hey … du sollst aufstehen. Ich kann ohne dich nicht alleine durch die Welt ziehen lassen“ Schwach schüttelte das Vertrauen seinen Kopf „nein, ich kann und ich will nicht mehr“ Da kniete die Liebe mit Tränen in den Augen auf den kalten Fußboden sanft drückte sie dem Vertrauen einen sachten Kuss mitten auf den Mund, reichte ihm die Hand und sprach „Mein Freund, wenn du mich alleine durch die Welt ziehen lässt, werden meine Tage nur noch aus Dunkelheit bestehen und ich werde erfrieren.