Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen;
und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf,
was man mit bittern Tränen fallen ließ.
Friedrich Hebbel
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen;
und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf,
was man mit bittern Tränen fallen ließ.
Friedrich Hebbel
Man kann gar wohl fragen:
Was wäre der Mensch ohne Tiere?
Aber nicht umgekehrt:
Was wären die Tiere ohne den Menschen?
Friedrich Hebbel
An der Brücke stand
jüngst ich in brauner Nacht.
Fernher kam Gesang;
goldener Tropfen quoll’s
über die zitternde Fläche weg.
Gondeln, Lichter, Musik –
trunken schwamm’s in die Dämmrung hinaus …
Es ist unmöglich, dass ein Mensch in die Sonne schaut,
ohne dass sein Angesicht hell wird.
Friedrich von Bodelschwingh
Wenn jemand schlecht von deinem Freunde spricht,
und scheint er noch so ehrlich, glaub ihm nicht.
Spricht alle Welt von deinem Freunde schlecht,
mißtrau der Welt und gib dem Freunde recht.
Gute Witze wollen erdacht sein,
Gute Verse wollen gemacht sein.
Lebendgem Worte bin ich gut:
Das springt heran so wohlgemut,
das grüßt mit artigem Geschick,
hat Blut in sich, kann herzhaft schnauben,
Sind denn dir nicht bekannt viele Lebendigen?
Geht auf Wahrem dein Fuß nicht, wie auf Teppichen?
Drum, mein Genius! tritt nur
Bar ins Leben, und sorge nicht!
Uns würdigte einst eurer Weisheit Wille,
Der Kirche Dienst auch uns zu weihn,
Wer, Brüder, säumt, daß er die Schuld des Danks erfülle,
Die wir uns solcher Gnade freun?
Wir träumten voneinander
Und sind davon erwacht,
Wir leben, um zu lieben,
Und sinken zurück in die Nacht.
Friedrich Hebbel