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    Neue Sprüche, Zitate, Gedichte in 2010



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    Es kostet Kunst

    Es kostet Kunst, sich selbst
    zu überreden, dass man glücklich ist.

    Gotthold Ephraim Lessing

    Wer aus den Büchern nicht mehr lernt

    Wer aus den Büchern nicht mehr lernt,
    als was in den Büchern steht,
    der hat die Bücher nicht halb benutzt.

    Gotthold Ephraim Lessing

    Ich habe mich durch eigene Erfahrung daran gewöhnt

    Ich habe mich durch eigene Erfahrung daran gewöhnt,
    alle Misere dieses Lebens als unbedeutend
    und vorübergehend zu betrachten und fest an die Zukunft zu glauben.

    Gottfried Keller

    Die begründete wie die unbegründete Eifersucht

    Die begründete wie die unbegründete Eifersucht
    vernichtet diejenige Würde,
    deren die gute Liebe bedarf.

    Gottfried Keller

    Wenn dich die Lästerzunge sticht

    Wenn dich die Lästerzunge sticht,
    so lass dir dies zum Troste sagen:
    Die schlechtesten Früchte sind es nicht,
    woran die Wespen nagen.

    Gottfried August Bürger

    Ein Anker ist gut

    Ein Anker ist gut,
    zwei sind besser.

    Michail Gorbatschow

    In jedem Land sind die Reichen

    In jedem Land sind die Reichen
    der Abschaum der Erde.

    Gilbert Keith Chesterton
    1874 – 1936
    britischer Krimi-Autor

    Ich sah, dass man oft, um zur Wahrheit zu gelangen

    Ich sah, dass man oft, um zur Wahrheit zu gelangen,
    mit einer Täuschung beginnen muss.
    Dem Licht muss notwendigerweise Finsternis vorausgegangen sein.

    Giacomo Casanova

    Gott lässt sich aufs Allertiefste herunter

    Gott lässt sich aufs Allertiefste herunter:
    Er kommt als Kind zu uns, damit wir Liebe zu ihm fassen und uns heilen und helfen lassen.

    Gerhard Tersteegen

    Ist es nicht besser …

    Ist es nicht besser, in die Hände eines Mörders zu geraten,
    als in die Träume eines brünstigen Weibes?

    Friedrich Nietzsche

    Heiterer Frühling

    Am Bach, der durch das gelbe Brachfeld fließt,
    Zieht noch das dürre Rohr vom vorigen Jahr.
    Durchs Graue gleiten Klänge wunderbar,
    Vorüberweht ein Hauch von warmem Mist.

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    Silvester – Silvestergedicht / Gedicht von Julius Sturm

    Wieder ist ein Jahr entschwunden;
    Dass sein Scheiden uns nicht reue,
    Herz, was retten wir hinüber
    Aus dem alten in das neue?

    Sprach mein Herz: Wie magst du fragen?
    Arm wär ich, wenn mir nicht bliebe
    Fester Glaube, frohes Hoffen
    Und vor allem treue Liebe.

    Und ich rief: Daran erkenn ich,
    Dass du klug und wohlerfahren;
    Denn du sorgst mit weisem Rate
    Uns die Jugend zu bewahren.

    Und so wollen wir denn weiter,
    Liebes Herz, zusammenhalten,
    Und getrost im neuen Jahre
    Gottes Gnade lassen walten.

    Julius Sturm




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