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    Neue Sprüche, Zitate, Gedichte in 2010



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    Kampf zwischen den Geschlechtern

    Sollte es wirklich einmal zu einem Kampf zwischen den Geschlechtern kommen,
    dann werden die Frauen siegen, weil die Männer die Frauen mehr lieben als die Frauen die Männer.

    August Strindberg

    Die Hochzeitsreise

    Die Hochzeitsreise ist der erste Versuch,
    der Ehe-Realität zu entgehen.

    August Strindberg

    Schien mir´s, als ich sah die Sonne (Gedicht von August Strindberg)

    Schien mir´s, als ich sah die Sonne,
    dass ich schaute den Verborgnen:
    Jeder Mensch genießt die Werke,
    selig der das Gute übet.
    Für die Zornestat, die du verübtest,
    büße nicht mir Bosheit;
    tröste den, den du betrübest,
    gütig, und es wird dir frommen.
    Der nur fürchtet, der sich hat vergangen:
    gut ist schuldlos leben.

    August Strindberg

    Dankgebet für Glückliche (Gedicht von August Hermann Niemeyer)

    Viel zu gering bin ich, o Herr,
    Der Vaterhuld, womit du mehr
    Als Tausende mich segnest.
    Du wähltest selbst dieß Los für mich;
    Was ist’s, daß du so väterlich
    Vor Andern mir begegnest?
    Alles, was ich von dir habe,
    Jede Gabe,
    Jeder Segen
    Strömt mir unverdient entgegen.

    Wie ruhig fließt mein Leben hin!
    Nichts trübet mir den frohen Sinn,
    Kaum kennt der Mund die Klage.
    Du strömst zum fröhlichen Genuß
    Der Gaben reichsten Ueberfluß
    Auf meine Lebenstage.
    Monden, Jahre sind wie Stunden
    Mir verschwunden;
    Sie verflossen
    Selig mir und rein genossen.

    Wie Mancher hat, von Noth gedrückt,
    Durchseufzt die lange Nacht, und blickt
    Nach Trost zu deiner Höhe!
    Die heiße Thräne fleht um Ruh! —
    Was ihm versagt ward, füllt mir zu
    Und wird mir eh ich stehe.
    Süßes Labsal, sanfter Schlummer,
    Frey von Kummer,
    Stärkt dem Müden;
    Ungestört ruh ich in Frieden.

    Wenn Andre Durst und Hunger quält,
    Wenn ihnen Wärm‘ und Obdach fehlt,
    Wenn sie in Elend schmachten;
    Wenn ungesehn ihr Auge weint,
    Kein Helfer in der Noth erscheint,
    Nicht Menschen ihrer achten:
    Liebe, Freude krönt mein Leben;
    Es entschweben
    Selbst die Sorgen
    Wie ein leichter Traum am Morgen.

    Das alles ward mir, Herr, durch dich!
    Voll Demuth, Vater, beuget sich
    Vor dir die Seele nieder.
    Der Gaben, die du mir beschert,
    Wie werd‘ ich, Geber, ihrer werth?
    Ach! was geb‘ ich dir wieder?
    Seyd mein Opfer, stille Thränen,
    Frommes Sehnen,
    Zu beglücken,
    Die des Lebens Lasten drücken!

    O kommt, Verlaßne, komme heran!
    Mir gab, was euch erfreuen kann,
    Ein Vater voll Erbarmen.
    Wie ist mein Herz so warm, so voll!
    Ich weiß nicht, wie ich danken soll.
    Kommt, ruht in meinen Armen!
    Eilet! theilet, was ich habe,
    Jede Gabe!
    Mich beglücket
    Gott, so oft er euch erquicktet.

    August Hermann Niemeyer

    Ehre sei Gott in der Höhe (Gedicht von August Hermann Niemeyer)

    Ehre sei Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren,
    Sündern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erkoren!
    Lasset uns sein,
    Seiner Erbarmung uns freun!
    Ist er nicht uns auch geboren?

    Dunkel bedecket den Erdenkreis; in Finsternis irrten
    Völker umher wie die Herden, verlassen vom Hirten.
    Jesus erschien;
    Nächte verschwanden durch ihn,
    Die auch den Weisen verwirrten.

    Menschen, berufen, sich untereinander zu lieben,
    Folgten der Zwietracht und Bitterkeit schändlichen Trieben.
    Jesus erschien,
    Lehrte den Menschenhass fliehn,
    Lehrte den Frieden uns lieben.

    Wohltun und Segen nur folgten des Göttlichen Schritten;
    Trost und Erquickung trug er in der Weinenden Hütten;
    Selbst er, ihr Freund,
    Hatte vielfältig geweint,
    Selber geduldet, gelitten.

    Ehre sei Gott in der Höhe! Ein ewiges Leben
    Hat er durch ihn, seinen Sohn, uns erbarmend gegeben.
    Bis in das Grab,
    Stieg er vom Himmel herab,
    Einst uns zum Himmel zu heben.

    Seliger Glaube, dass einst meinen Retter ich sehe,
    Ihn mit den Scharen Vollendeter ewig erhöhe!
    Völlig beglückt
    Sing ich dann, himmlisch entzückt;
    Ehre sei Gott in der Höhe!

    August Hermann Niemeyer

    Menschenliebe im Sinne Jesu (Gedicht von August Hermann Niemeyer)

    Menschenfreund, nach deinem Bilde
    Bilde sich gein ganzer Sinn!
    Deine Sanftmuth, deine Milde
    Sey mein köstlichster Gewinn!
    Unwerth wär ich, dich zu kennen,
    Liebt‘ ich nicht, wie du geliebt,
    Unwerth, mich nach dir zu nennen,
    Würd‘ ein Mensch durch mich betrübt.

    Jesu, wo du liebend nahtest,
    Folgte Wohlthun deiner Spur;
    Wo du segnend Gutes thatest,
    In die Hütte, auf die Flur,
    Zu dem Lager kranker Brüder,
    Wo du je nur hingeblickt,
    Kehrte Freud‘ und Hoffnung wieder,
    Und der Dulder ward erquickt.

    O du Menschlichster von Allen!
    Keinen hast du je verschmäht;
    Wer verirrt war, wer gefallen,
    Wer um Trost zu dir gefleht,
    Hat für alle seine Wunden,
    Herr, in deiner treuen Hand
    Rettung, Heil und Trost gefunden,
    Hülfe, wie er nirgends fand.

    Brüder, kommt in meine Arme!
    Wer da leidet, ruhe hier.
    Wenn ich sein mich nicht erbarme,
    Wende sich mein Gott von mir.
    Seine Sonne scheinet Allen;
    Er verschont, vergißt der Schuld;
    Retten ist sein Wohlgefallen,
    Sein Regieren lauter Huld.

    Ob mich auch ein Bruder kränket:
    Mein Erlöser litt viel mehr.
    Ob er Böses von mir denket:
    Milder will ich feyn, wie er.
    Ob er Kummer mir bereitet,
    Irrt vielleicht nur sein Verstand;
    Weil er strauchelt, weil er gleitet,
    Braucht er öfter meine Hand.

    Nimmer soll mein Herz ermüden,
    Dem Bedrängten beyzustehn.
    Es gewährt so hohen Friedenn,
    Seinen Schmerz gestillt zu sehn.
    Wer um Dank und Lohn nur ringet,
    Hat dahin der Erde Lohn;
    Wen die Liebe mächtig dringet,
    Fühlt in ihr den Himmel schon.

    Zwar der Wehmuth Zähr‘ entfließet
    Dem, der edle Saat gestreut,
    Wenn der Hoffnung Feld nicht sprießet
    Oder wenig Frucht ihm beut;
    Aber wer beym Säen weinet,
    Freut doch einst sich, wär’s auch spät.
    Endlich, Müder, endlich keimet,
    Was die Liebe ausgesät.

    August Hermann Niemeyer

    Wenn Frauen unergründlich scheinen

    Wenn Frauen unergründlich scheinen,
    dann liegt das an dem geringen Tiefgang der Männer.

    Audrey Hepburn

    Ich will, dass jedes Kind, Junge oder Mädchen

    Ich will, dass jedes Kind, Junge oder Mädchen,
    selbständig wird. Kinder sollen erfahren:
    Man kann soviel Macht haben wie Pippi, aber nicht mit Raufen.

    Astrid Lindgren

    Der Staat ist eine

    Der Staat ist eine Notordnung gegen das Chaos

    Gustav Heinemann

    Unordnung ist

    Unordnung ist eine Uhr ohne Zeiger.

    Bauernweisheit

    Unzufriedenheit bildet die Grundlage

    Unzufriedenheit bildet die Grundlage
    jeden echten Talents.

    Anton Tschechow

    Nicht der Krieg ist der Ernstfall, …

    Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bewähren habe, wie meine Generation in der kaiserlichen Zeit auf den Schulbänken lernte, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir alle uns zu bewähren haben.

    Gustav Heinemann




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