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Sprüche, Gedichte, Zitate

Schneeglöckchen (Joseph Freiherr von Eichendorff)

S‘ war doch wie ein leises Singen in dem Garten heute Nacht, wie wenn laue Lüfte gingen: „Süße Glöcklein, nun erwacht, denn die warme Zeit wir bringen, eh’s noch jemand hat gedacht.“ – s‘ war kein Singen, s‘ war ein Küssen, rührt die stillen Glöcklein sacht, dass sie alle tönen müssen von der künft’gen bunten

Nun wandelt auf verschneiten Wegen … – Gedicht von Viktor Blüthgen

Nun wandelt auf verschneiten Wegendie Friedensbotschaft durch die Welt;aus Ewigkeit ein lichter Segenin das Gewühl des Tages fällt. Schon blinkt die Nacht, die Glocken schwingen,und willig macht die Menschheit halt;das wilde Drängen, Hasten, Ringenentschläft; der wüste Lärm verschallt. Ein Opferduft aus Tannenzweigen,ein Wunderbaum mit Sternenpracht,und um den Baum ein Jubelreigen –das ist das Fest, von

Winter Geburtstagsgedicht

Der Winter ist an Blumen leer, hat nichts als Schnee und Kälte mehr: kein Vöglein singt, von Nebelduft ist rings bedeckt Land und Luft.

Tannengeflüster – Gedicht von James Krüss

Wenn die ersten Fröste knisternIn dem Wald bei Bayrisch-Moos,Geht ein Wispern und ein FlüsternIn den Tannenbäumen los,Ein Gekicher und Gesumm ringsherum. Eine Tanne lernt Gedichte,Eine Lärche hört ihr zu.Eine dicke, alte FichteSagt verdrießlich: Gebt doch Ruh!Kerzenlicht und Weihnachtszeit sind noch weit! Vierundzwanzig lange TageWird gekrauselt und gestutztUnd das Wäldchen ohne FrageWunderhübsch herausgeputzt.Wer noch fragt: Wieso?