Es brennt in meinem Gehirn Ein Traum mit gährender Glut, Wie hinter Vesuvius‘ Felsenstirn Der Erde fieberndes Feuerblut. – Ich träume die kommende Sonne.
Ja, die Zeichen sind alle erfüllet, Als sich der Himmel so dunkel umhüllet, Sonne auf blutenden Gleisen entstieg. Wie die häuslichen Tiere sich bargen, Ha, da schauderte allen vorm Argen, Ahnend der Unteiwelt nahenden Sieg.
Auch am Abend hat sich nichts gebessert Morgen ist und Mittag jetzt verbraucht Ach, wir haben unser Meer verwässert? Und das Meer war einst, so sagt man jetzt, erlaucht!
Weih‘ unsre Lippen, Geist des Herrn!Vernehmen laß das Ohr von fernDer Überwinder hohes Lied!Von Lieb‘ und Dank undSehnsucht glüht Das volle Herz. Wir blicken auf zu jener Schaar,Die, nun verklärt, einst sterblich war.In ihres Kampfes heißem DrangErhob Gebet sie und GesangZu kühnem Muth. Auch unsre Seelen hebt der ChorDes Helligthums vom Staub‘ empor,Wenn heil’ger Lieder
Wahrlich, sagte meine Tante, Die fast alle Geister kannte, Keine Täuschung ist die Trud. Weißt du nicht, daß böse Seelen Nächtlich aus dem Leibe rücken, Um den Menschen zu bedrücken
Der du zu den beglückten Schaaren,Des Heilands Eigenthum, auch mich gesellt,Durch ihn schon in der Kindheit JahrenMich treu gelehrt, was dir und ihm gefüllt:Voll ist das Herz von seiner Seligkeit;Dir sey mein Lied, ein dankend Lied geweiht. Dich darf ich meinen Vater nennen;Von dir, mein Gott, der du die Liebe bist,Kann Tod und Leben mich
Wolken seh‘ ich geh’n und kommen, Und ewig droht der Winter fortzuwähren – Die Seele war so trüb mir und beklommen, Ich rief den Frühling, ach! er will nicht kommen, Sie und des Himmels Stirne aufzuklären.
Barmherziger, erhöreDie Thränen, das Gebet!Bey’dir allein ist Hülfe,Wenn Hoffnung untergeht.Noch einmal laß die StundenDer Angst vorübergehn!Doch, Herr, nicht unser Wille,Dein Wille soll geschehn. Er liegt und ringt und duldet,Gequält von bitterm Schmerz.Ohnmächtig, ihn zu retten,Bricht Jammer unser Herz.Ach! soll er von uns scheiden,Verkürz‘ ihm Angst und Qual;Zu himmlischen GenossenFühr‘ ihn durchs dunkle Thal! Wenn seine
Konnt ich doch sonst mich auferbauen,Den lustigen Lauf der Welt beschauen,Nun hör ich die politischen SchellenMir ewig vor den Ohren gellen,Das Kleinste seh ich zuhöchst sich schwingen,Als wolle der Staat die Welt verschlingen! Wie fühl ich frei mich und beglückt,Daß man noch Blumen auf Wiesen pflückt,(In Gärten will sich’s nicht mehr schicken,Auch nur ein Blättchen