Sollt‘ ich denn allein nicht singen,Wenn die ganze Schöpfung singt?Sollt‘ ich dir den Dank nicht bringen,Den dir, was da lebet bringt?In den Wäldern, auf den Fluren, Singt der Vögel waches Chor;Auch mein Loblied steig‘ emporZu dem Vater der Naturen.Vater bist du, Gott, auch mir;Was ich habe, kommt von dir. Sanft schlief ich, nicht Schmerz und
Wie der zitternde Verbannte Steht an seiner Heimat Grenzen, Rückwärts er das Antlitz wendet, Rückwärts seine Augen glänzen, Winde, die hinüber streichen, Vögel in der Luft beneidet, Schaudernd vor der kleinen Scholle, Die das Land vom Lande scheidet;
Enthebt euch aus dem dunklen Schoß beengter Menschenwissenschaft: Das Leben selbst will stark und groß euch zeigen seine höchste Kraft. Die Mauern aus zerlesnen Büchern, verschriebenen Heften, stürzt sie ein! Enthüllt von tausend Leichentüchern der Schönheit hellen Götterstein!
Nein, nein, ich gebe mich, ich kann und darf es nicht,der Liebe nicht mehr hin, ich muß ihr widerstehen;mein Herz verlangt nach Ruh, verlangt nach Gleichgewicht,es soll hinfort nicht mehr entflammen und vergehen;genug hab ich geliebt; doch warum wird mir leicht,warum will sich mein Geist in flüchtigen Träumen lösen,wenn es geschieht, daß stumm an mir
Getrennt von dir, bist du mir nicht verloren, Wenn auch entfernt, genieß’ ich reines Glück. Die schönsten Stunden, immer neu geboren, Ruft mein lebend’ger Geist in sich zurück.