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Sprüche, Gedichte, Zitate

Drunten an der Gartenmauern hab ich sehn das Häslein lauern. Eins, zwei, drei – legt’s ein Ei, lang wird’s nimmer dauern. (Friedrich Wilhelm Güll)

Drunten an der Gartenmauern hab ich sehn das Häslein lauern. Eins, zwei, drei – legt’s ein Ei, lang wird’s nimmer dauern. (Friedrich Wilhelm Güll)

Der goldene Morgen

Golden lacht und glüht der Morgen Über maiengrünen Höh’n, Und du, Seele, sinnst voll Sorgen, Und die Welt ist doch so schön! Vöglein singen, Glocken schlagen, Blütenlicht durchflammt das Land: Wirf dein Zagen und dein Klagen Herz, in diesen Feuerbrand! Ludwig Auerbach

Früchtchen

Früh in die Welt geworfen,hat es nur rumgegammelt,und um sich bunte Käferim faulen Dunst versammelt.   Die ständig wie von Sinnenden drallen Leib beflogen,bis dieser aller Süßeberaubt und ausgesogen.   Schon frühe reif gewesen, litt es am äußren Scheine, und ging, wie es gekommen, verfrüht und auch alleine.   Hans Munch    

Aschermittwoch | Gedicht von Luise Hensel

»Staub bist du und kehrst zum Staube,Denk, o Mensch, an deinen Tod!«Wohl, dies weiß ich, doch mein GlaubeSieht ein ew’ges Morgenrot. Sieht ein Land, wo FriedenspalmenUm des Siegers Scheitel wehn,Wo umrauscht von ihren PsalmenWir der Engel Chöre sehn. Wo Maria, die Getreue,Ihr geliebtes Kind uns zeigt,Wo die Sehnsucht und die ReueNun ihr selig Ziel erreicht.

Gast im eigenen Haus

Du ziehst hinein, du ziehst hinaus, Ein flücht’ger Gast im eigenen Haus; Drum wirb dir Liebe zum Geleit: Sie legt ins Heut die Ewigkeit. Wilhelm Hertz

An die Nachtigall

Allerliebste Nachtigall, Schweige, denn wir sind alleine. Kläng dein angenehmer Schall, Mißgunst nahte diesem Haine, Sezte sich zum Waßerfall, Wo ich süß für Wohllust weine, Und verrieth uns überall. – Daß ich süß für Wohllust weine, Würkte mir dann lauter Quaal. Glücklicher wein‘ ich alleine, Allerliebste Nachtigall. Nikolaus Götz

So oder so

Die handeln und die dichten, Das ist der Lebenslauf, Der eine macht Geschichten, Der andre schreibt sie auf. Und der will beide richten; So schreibt und treibt sichs fort, Der Herr wird alles schlichten, Verloren ist kein Wort. Joseph Freiherr von Eichendorff

Das wahre Glück des Lebens

Wo finden wir das wahre Glück des Lebens? In eitler Lust und Freude dieser Welt? Da sucht man es, und doch so oft vergebens, Weil es im Stillen keine Wohnung hält. Im Herzen nur, das schwachen Tand verlacht, Blüht diese Blume mit erhabner Pracht.

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