Das große Fressen Ein Maitre aus Ibbenbüren Wollte seine Liebste verführen Erst aß sie sich satt Dann lag sie, schachmatt Der Maitre entfloh nach Düren (c) Olaf Lüken (07.08.2020)
Mein Tick gilt dem Limerick Herr Broche aus La Roche Konnte quaken wie ein Frosch Aß auf dem Laken Die feinsten Schnaken Bis ein Gourmet ihn verdrosch (c) Olaf Lüken (2020)
Angefangen mit wässrigen Petitessen, galt mein Interesse dem großen Fressen. Mit frisch geträufelter Zitrone, schien mir das Leben gar nicht ohne. Schluckte erst ratlos, zahnlos, mutlos, die Auster in mich rein. Fast lieblos. Gepackt von nie endender Wollust, fühlte ich Geilheit, auch tiefen Frust. Der Glibber zerging mir auf der Zunge. Schlürfte ich Wasser, Samen,
Sahnehäubchen ist ziemlich gerührt, wenn es ein Törtchen fluffig verziert. Cremig und mild lebt unser Häubchen auf Eiskugeln mit roten Träubchen. Es lockt die Sahne-Kürbissuppe, als Gaumenglück die ganze Truppe. Auch mit dem Rettich eng verbandelt wenn Radirahm den Lachs verwandelt. Sahne ist lecker, frisch und sooo gut, vor’m Hochgenuss ziehe ich den Hut.
Gourmetleid Der Kuchen war sehr stark benusst. Ich aß die Leckerei bewusst. Den Geschmack fand ich bewegend. Auch die Creme war recht erregend. Schlaflos verbrachte ich die Nacht. Ich hätte besser ’ne Diät gemacht. Olaf Lüken
Nicht jeder kann Käse Der Bauer schöpft die Dickmilchwolke, Zum Käsen ab, der Rest ist Molke. Der Arbeit Arbeitsprozess schlägt niemals fehl, Bei Ziele, Schaf, Kuh und Kamel. Ist es ein Esel, Schimmel, Maus ? Sieht der Vorgang schon anders aus. Olaf Lüken
Vergilbte Blätter Weil du mir zu früh entschwunden, Blieb ein unerfülltes Glück Ungenoss’ner schöner Stunden Ruhelos in mir zurück. Ungeküßte Küsse leben In getrennten Herzen fort, Und die Lippe fühlt noch beben Das zu früh verstummte Wort. Hermann Ritter von Lingg
Gedenke, dass du Schuldner bist Der Armen, die nichts haben, Und deren Recht gleich deinem ist An allen Erdengaben. Wenn jemals noch zu dir des Lebens Gesegnet goldne Ströme gehn, Lass nicht auf deinen Tisch vergebens Den Hungrigen durch’s Fenster sehn; Verscheuche nicht die wilde Taube, Lass hinter dir noch Ähren stehn, Und nimm dem
Sie geht in aller Frühe, noch eh die Dämmrung schwand, den Weg zur Tagesmühe im ärmlichen Gewand; die dunklen Nebel feuchten noch in der Straße dicht, sonst sähe man beleuchten ein Lächeln ihr Gesicht; die Götter mögen wissen, warum sie heimlich lacht – es weiß es nur das Kissen, was ihr geträumt heut nacht. Hermann
Am Kreuzweg weint die verlassene Maid, Sie weint um verlassene Liebe. Die klagt den fliegenden Wolken ihr Leid, Ruft Himmel und Hölle zu Hülfe.- Da stürmt es heran durch die finstere Nacht, Die Eiche zittert, die Fichte kracht, Es flattern so krächzend die Raben. Am Kreuzweg feiert der Böse sein Fest, Mit Sang und Klang