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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so wäre es nicht der Mühe wert, sie kennen zu lernen, und das Leben wäre nicht wert, gelebt zu werden. (Henri Poincare)

Der Gelehrte studiert die Natur nicht, weil das etwas Nützliches ist. Er studiert sie, weil er daran Freude hat, und er hat Freude daran, weil sie so schön ist. Wenn die Natur nicht so schön wäre, so wäre es nicht der Mühe wert, sie kennen zu lernen, und das Leben wäre nicht wert, gelebt zu

Rufe nicht vergangne Tage, nicht entschwundne Zeit zurück; leb der Gegenwart und klagen immer um verschwundenes Glück. (Heinrich Zeise)

Rufe nicht vergangne Tage,nicht entschwundne Zeit zurück;leb der Gegenwart und klagenimmer umverschwundenes Glück. Heinrich Zeise

Das Huhn und der Karpfen | Gedicht von Heinrich Seidel

Auf einer MeiereiDa war einmal ein braves Huhn,Das legte, wie die Hühner thun,An jedem Tag ein EiUnd kakelte,Mirakelte,Spektakelte,Als obs ein Wunder sei!Es war ein Teich dabei,Darin ein braver Karpfen sassUnd stillvergnügt sein Futter frass,Der hörte das Geschrei:Wies kakelte,Mirakelte,Spektakelte,Als obs ein Wunder sei! Da sprach der Karpfen: „Ei!Alljährlich leg ich ne MillionUnd rühm mich des mit

Beim Nähen | Gedicht von Heinrich Seidel

Du warst bei’m Näh’n nicht auf der HutUnd stachst dein rosig Fingerlein –Da steht ein rundes Tröpfchen BlutAls wie ein rechter Edelstein. So wünsch‘ ich dir, wenn einst dein HerzVon bittren Leiden wird verwundet,Daß sich wie hier aus herbem SchmerzDes Glückes schöne Perle rundet. Heinrich Seidel

Bei Goldhähnchens | Gedicht von Heinrich Seidel

Bei Goldhähnchens war ich jüngst zu Gast!Sie wohnen im grünen FichtenpalastIn einem Nestchen kleinSehr niedlich und sehr fein. Was hat es gegeben? Schmetterlingsei,Mückensalat und GnitzenbreiUnd Käferbraten famos –Zwei Millimeter groß. Dann sang uns Vater Goldhähnchen was,So zierlich klang’s wie gesponnenes Glas,Dann wurden die Kinder besehn:Sehr niedlich alle zehn! Dann sagt‘ ich: „Adieu!“ und: „danke sehr!“Sie

An ein Mädchen | Gedicht von Heinrich Seidel

Noch nicht mit Ihren FeuergluthenHat dich die Liebe angeweht;Noch wallte nicht in wilden FluthenDein Blut, das sanft die Pulse geht. Noch ist kein Hauch von dem genommen,Was ewig fehlt, dem, der’s verlor:Doch wird auch dir die Stunde kommen,Da hell die Flamme schlägt empor! Dann sei es nimmer jene wilde,Die keine Schranke brausend kennt!Die schönre soll