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Sprüche, Gedichte, Zitate

Erwartung der Weihnacht – Gedicht von Otto Ernst

Noch eine Nacht und aus den LüftenHerniederströmt das goldne LichtDer wundersamen Weihnachtsfreude,Verklärend jedes Ungesicht.Und wieder klingt die alte Sage:Wie einst die Lieb´ geboren ward,Die unbegrenzte MenschenliebeIn einem Kindlein hold und zart. Nun zieht ein süß erschauernd AhnenDurch Höhn und Tiefen, Flur und Feld.Nun deckt geheimnisvoll ein SchleierDes trauten Heimes kleine Welt.Dahinter strahlt´s und lacht´s und

Wintermärchen

Auf dem Baum vor meinem Fenster Saß im rauhen Winterhauch Eine Drossel, und ich fragte: »Warum wanderst du nicht auch? Warum bleibst du, wenn die Stürme Brausen über Flur und Feld, Da dir winkt im fernen Süden Eine sonnenschöne Welt?«