Leb wohl, du stille klösterliche Kammer, Wo, schwelgend in der Jugend Lust und Jammer, Der Rose gleich in schwüler Mainacht Schoß, Mein Jünglingsherz den Blütenkelch erschloss.
Mir blüht ein stiller Garten Im schattiggrünen Grund, Der Blumen da zu warten, Vergnügt mich manche Stund; Wird mir mein Haus zu enge, Der Tag zu trüb und grau: Flücht‘ ich aus dem Gedränge In seine Friedensau.
Ein Kaufmann zog durch Meer und Land, Ihr Alle habts gelesen, Bis dass er Eine Perle fand, Wie keine noch gewesen; Sie war der Perlen Königin, Mit Freunden gab er Alles hin, Der Kleinod zu gewinnen.
Die auf den Herren harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Offenbarung Johannes 21. Wer weißt mir den Weg in die obere Stadt? Das Treiben hier unten, ich hab es so satt, Die Gassen befleckt nur blutiger Streit, In Mauern verstecket sich giftiger Neid.
Da liegst du nun im Sonnenglanz, Schön wie ich je dich sah, In deiner Berge grünem Kranz, Mein Stuttgart, wieder da. Liegst da, vom Abendgold umflammt, Im Tale hingeschmiegt, Gleichwie gefasst in grünem Samt Ein güldnes Kleinod liegt!