Es mahnt mich freundliche jede Kreatur: O suche deines Schöpfers heil’ge Spur, Erkenn seine ew’ge Lieb und Huld, Empfang‘ die Wohltat und bezahl‘ die Schuld.#
Der Berge Gipfel glühen Im Frühlingssonnenstrahl, Und blaue Veilchen blühen Im morgenfrischen Tal, Und während durch die Klüfte Die Nacht noch träumend zieht, Tönt durch die heitern Lüfte Das erste Frühlingslied.
Hoch hab‘ ich stets die Wissenschaft gehalten Und freu‘ mich der Erkenntnisfrucht, der süßen, Und sitze neuen Meistern gern zu Füßen, Und geh‘ zur Schule gern auch bei den Alten;
Der Vogel singt und fragt nicht, wer ihm lauscht. Die Quelle rinnt, und fragt nicht, wem sie rauscht. Die Blume blüht und fragt nicht, wer sie pflückt. O sorge, Freund, dass gleiches Tun dir glückt. Julius Sturm
In dir, mein Vater, ruht mein Leben, Von Ewigkeit bist du mein Gott; Der Glaube lässt mich nicht erbeben Und macht die Sorge mir zu Spott; Ob jeder andre Trost mir fehle Und mich die tiefste Nacht umgibt, Es tönt das Wort durch meine Seele: Du hast mich je und je geliebt.
Wieder ist ein Jahr entschwunden;Dass sein Scheiden uns nicht reue,Herz, was retten wir hinüberAus dem alten in das neue? Sprach mein Herz: Wie magst du fragen?Arm wär ich, wenn mir nicht bliebeFester Glaube, frohes HoffenUnd vor allem treue Liebe. Und ich rief: Daran erkenn ich,Dass du klug und wohlerfahren;Denn du sorgst mit weisem RateUns die