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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der stille Garten

Mir blüht ein stiller Garten Im schattiggrünen Grund, Der Blumen da zu warten, Vergnügt mich manche Stund; Wird mir mein Haus zu enge, Der Tag zu trüb und grau: Flücht‘ ich aus dem Gedränge In seine Friedensau.

Dir, meiner Heimat!

Dir, meiner Heimat, danke ich dies Lied. Im Harzgebirg, im Thal der wilden Bode, Im sturmgepflügten Reich des großen Wode Liegt meiner goldnen Jugend Stromgebiet. Bescheiden kam ich, der ich nichts entbehrte, Zu deiner wunderwüchsigen Natur, Du gabst mir Alles, weil ich nichts begehrte, Und wies’st mir lächelnd deines Lebens Spur.

In der Fremde

Schon bin ich müd zu reisen, Wärs doch damit am Rand! Vor Hören und vor Sehen Vergeht mir der Verstand.

Daheim

„Daheim!“ – o Wort, wie rührst du Ein Herz, das ungeliebt! Sprichst ihm von jenem Frieden, Den nur die Heimat gibt! Auch mich umklangst du lockend Im wüsten Lebensbraus; Und, das Verheißne suchend, Kehrt‘ ich in’s Vaterhaus.

Einem Brautpaare

„Ich bin das Glück!“ – so trat’st in duft’gem Schleier Du sinnig grüßend jüngst in Freundeshaus – „Ich bin das Glück“ – sprachst du – „und bring‘ zur Feier Dir meiner Freuden reichsten Blütenstrauß!“