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Sprüche, Gedichte, Zitate

Grabgesang nach schweren Leiden (Gedicht von August Hermann Niemeyer)

Wir bringen weinend unsern Dank;Wir stammeln dir den Lobgesang,Dir, der den Retter aus der NothGesendet hat, den sanften Tod. Auf Dornen ging nach deinem RathDes Erdenpilgers steiler Pfad;Durch große Trübsal hart geübtSah jeden Morgen er getrübt. Schwer war der letzte Kampf und heiß;Die Stirne deckte kalter Schweiß;Hoch hob das Herz und zitternd sich:Da kamst du

Menschenliebe im Sinne Jesu (Gedicht von August Hermann Niemeyer)

Menschenfreund, nach deinem BildeBilde sich gein ganzer Sinn!Deine Sanftmuth, deine MildeSey mein köstlichster Gewinn!Unwerth wär ich, dich zu kennen,Liebt‘ ich nicht, wie du geliebt,Unwerth, mich nach dir zu nennen,Würd‘ ein Mensch durch mich betrübt. Jesu, wo du liebend nahtest,Folgte Wohlthun deiner Spur;Wo du segnend Gutes thatest,In die Hütte, auf die Flur,Zu dem Lager kranker Brüder,Wo

Ambrose Gwinnett Bierce – amerikanischer Journalist und Satiriker

Geizig: ungehörig darauf versessen, das zu behalten, was so viele verdiente Menschen selber gerne haben möchten. Hauptstadt: Sitz schlechter Verwaltung. Friede: die Epoche des Betrügens zwischen zwei Epochen des Kriegführens. Ureinwohner: minderwertige Lebewesen, in neuentdeckten Ländern eine Last; sind aber bald nicht mehr lästig und werden zu Dünger.

Ahnst du ?

Wenn ich wilder dich umfange Wenn mein Mund dich heißer küsst – Ahnst du, dass mir Brust und Seele Namenlose Angst umschließt? Angst vor jener dunklen Stunde, Die auf Flügeln näher eilt Und mit fühllos kalten Händen Mein‘ und deine Wege teilt?

Kampf und Frieden

Ein viertelhundert Jahre Kampf Ohn‘ Säbelhieb, ohn‘ Pulverdampf, Ohn‘ Sieg und ohne Kriegsgeschrei, Kein Johanniter war dabei; Und Schlachten gab es doch so heiß, Davon die Welt nicht eine weiß, Wie groß gewesen oft die Not, Das weiß nur Gott.