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Sprüche, Gedichte, Zitate

Abendglöcklein

Glöcklein, Abendglöcklein läute Frieden, Freude allen Menschen zu. Helle laß dein Lied erschallen, Und bring‘ Allen, und bring‘ Allen

Und sie bewegt sich doch!

O du Jahrhundert neuer Bahnen In freien Reich der Wissenschaft, Das sich aus dunklem Glaubensahnen Zu schönerm Lichte aufgerafft! – Von Stufe schwingst du dich zu Stufe Und rastlos strebst du höher noch – Du wähltest dir zum Flammenrufe Das Wort: „Und sie bewegt sich doch!“

Daheim

„Daheim!“ – o Wort, wie rührst du Ein Herz, das ungeliebt! Sprichst ihm von jenem Frieden, Den nur die Heimat gibt! Auch mich umklangst du lockend Im wüsten Lebensbraus; Und, das Verheißne suchend, Kehrt‘ ich in’s Vaterhaus.

An den Mond

Längst, du freundliches Nachtgestirn, Ist dein Geheimnis verweht. Erkenntnisstolz blickt der Knabe schon Zu dir empor, Denn verfallen bist du, wie alles jetzt, Der Wissenschaft, Die deine Höhen und Tiefen mißt – Und wer weiß, ob du nicht endlich doch noch Erstiegen wirst auf der Münchhausenleiter Der Hypothesen.

Es war einmal die Liebe

Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn.