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Sprüche, Gedichte, Zitate

Wenn man glücklich ist

Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen! (Theodor Fontane)

Eine Reise gleicht einem Spiel

Eine Reise gleicht einem Spiel. Es ist immer etwas Gewinn und Verlust dabei – meist von der unerwarteten Seite. von Johann Wolfgang von Goethe

Berliner Abend

Spukhaftes Wandeln ohne Existenz! Der Asphalt dunkelt und das Gas schmeißt sein Licht auf ihn. Aus Asphalt und Licht wird Elfenbein. Die Straßen horchen so. Riechen nach Lenz.

Der Denker

Nachmittag wird, und Wetter steigen schwarz Herauf. Des Blitzes Ferse leuchtet im Gewölk. Auf das Gebirge beißt voll Grimm Der Donner, und Regen speien aus den Quarz.

Nach dem Regen – Gedicht von Ada Christen

Die Vögel zwitschern, die MückenSie tanzen im Sonnenschein,Tiefgrüne feuchte RebenGucken ins Fenster herein. Die Tauben girren und kosenDort auf dem niedern Dach,Im Garten jagen spielendDie Buben den Mädeln nach. Es knistert in den Büschen,Es zieht durch die helle LuftDas Klingen fallender Tropfen,Der Sommerregenduft. Ada Christen (1839-1901)

Ostern – Ostergedicht, Gedicht von Achim von Arnim

Vom Erdenstaub zu reinen, blauen LüftenDringt weit der Blick in ersten Frühlingstagen,Und höher steigt der mächt’ge Sonnenwagen,Die Erde sehnt nach Blättern sich und Düften,Und heilige Geschichten uns dann sagenWas sich geahnet in des Herzens Klüften.Er ist erstanden aus den Todesgrüften,Und wie vergebens war der Menschen Zagen,Ja so ersteht die Welt der HimmelsgabenMit jedem Jahre neu,

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche… Gesicht zu Ostern von Goethe

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in raue Berge zurück.