Einsam bist du? Sieh die vielen Sterne stehn, ein Weltenkranz, ob deinem Haupte, und die Lindenbäume, Kronenträger, schicken ihre Düfte dir ins Zimmer. Fühle nur! Saug ein und gib dich wieder! Schmähe niemand, schmäh‘ auch nicht dich selber! Denk: du darfst auf dieser reichen Erde durch den sonnenvollen Weltraum fliegen, und dein Herz gehört auch
Fromme Seelen, fromme Herzen, Himmelssehnend, lebenssatt; Euch ist rings ein Thal der Schmerzen, Eine finst’re Schädelstatt! Mag in schreckenden Gesichten Bang vor mir das Schicksal steh’n; Nie soll mich der Schmerz vernichten, Nie zerknirscht und reuig seh’n! Freiem Leben, freiem Lieben, Bin ich immer treu geblieben!
Der Löffel ruht im einsamen Gestade,Der Kaffee raucht, sein Dunst durchbricht den Blick.Die stille Glut gibt Trost mir fadeAllein die Milch verspricht ein kurzes Glück. Thomas P. Birkhoff dichtet im Stil von Rainer Maria Rilke
Es liegt in diesem Vergänglichkeitsgedanken, der wohl jeden in der letzten Jahresstunde erfasst, etwas Ungeheueres, wovor unsere Seele erschrickt. Theodor Storm