Wenn alle untreu werden,
so bleib ich dir doch treu,
dass Dankbarkeit auf Erden
nicht ausgestorben sei.
Für mich umfing dich Leiden,
vergingst für mich in Schmerz.
Drum geb ich dir mit Freuden
auf ewig dieses Herz.
Novalis
Sprüche, Gedichte, Texte, Zitate – Sammlung
Wenn alle untreu werden,
so bleib ich dir doch treu,
dass Dankbarkeit auf Erden
nicht ausgestorben sei.
Für mich umfing dich Leiden,
vergingst für mich in Schmerz.
Drum geb ich dir mit Freuden
auf ewig dieses Herz.
Novalis
Der Strauß, den ich gepflücket,
Grüße dich viel tausendmal.
Ich habe mich oft gebücket
Ach wohl ein tausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket
Wie hunderttausendmal.
Johann Wolfgang von Goethe
Der Herr im Haus, wie man’s versteht, ist der wohl, der die Hosen trägt.
Doch ist es heute schwer zu sagen, da beide ja jetzt Hosen tragen.
Um eine Ehe zu erhalten, um sie harmonisch zu gestalten,
geb‘ ich der Frau den guten Rat, mit Vorsicht: Sei ein Diplomat.
Da wir es ja schon oft geseh’n und es schon 1000-mal gescheh’n,
die Ehe dabei scheitern kann, wo man das Recht entzieht dem Mann.
Wo liebend sich
zwei Herzen einen,
nur eins zu sein in Freud und Leid,
da muss des Himmels Sonne scheinen
und heiter lächeln jede Zeit!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Wie ich dich liebe? Lass mich zählen wie.
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit.
Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand,
den jeder Tag erreicht im Lampenschein
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt.
Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit
und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit
ich meine Heiligen nicht mehr geliebt.
Mit allem Lächeln, aller Tränennot
und allem Atem. Und wenn Gott es giebt,
will ich dich besser lieben nach dem Tod.
Elizabeth Barrett Browning (1806-1861)
(Aus dem Englischen von Rainer Maria Rilke.)
Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau dich an, und Wehmut
Schleicht mir ins Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Aufs Haupt dir legen sollt,
Betend, dass Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.
Heinrich Heine (1797-1856)
Ohne weitere weibliche Ratschläge müssten wir es eigentlich schaffen,
hier wieder lebend raus zukommen.