Maria unterm Lindenbaumlullt ihren Sohn in Schlaf und Traum. Herr Joseph auch, der wackre Greis,ist eingenickt und schnarcht ganz leis. Vier Englein aber hocken dichtauf einem Ast und schlafen nicht. Sie schlafen nicht und singen sacht,kein‘ Nachtigall es besser macht! Groß überm Wald her, Himmelsruh,hebt sich der Mond und guckt herzu. Maria reißt die Augen
Heute nacht träumte mir, ich hielt den Mond in der Hand, wie eine große, gelbe Kegelkugel, und schob ihn ins Land, als gält es alle Neune. Er warf einen Wald um, eine alte Scheune, zwei Kirchen mitsamt den Küstern, o weh, und rollte in die See.
Ohne Dich da ist mein Bett so leer. Ohne Dich lauf ich hinter meinen Träumen her. Meine Gedanken sind bei Dir. Ich vermisse Dich, komm heute Nacht zu mir!