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Sprüche, Gedichte, Zitate

Der Ring des Polykrates

Er stand auf seines Daches Zinnen, Er schaute mit vergnügten Sinnen Auf das beherrschte Samos hin. »Dies alles ist mir unterthänig,« Begann er zu Ägyptens König, »Gestehe, daß ich glücklich bin.« –

Der Kampf mit dem Drachen

Was rennt das Volk, was wälzt sich dort Die langen Gassen brausend fort? Stürzt Rhodus unter Feuers Flammen? Es rottet sich im Sturm zusammen, Und einen Ritter, hoch zu Roß, Gewahr ich aus dem Menschentroß, Und hinter ihm, welch Abenteuer! Bringt man geschleppt ein Ungeheuer, Ein Drache scheint es von Gestalt, Mit weitem Krokodilesrachen, Und

Gewohnheit

Als Kain den Abel umgebracht, Zum Himmel dampft das Blut. Es ward ein starker Lärm gemacht, Und Gott geriet in Wut. Die Engel wurden watschelnaß, So haben sie geflennt. Und Gott hat Kain in grimmen Haß Ein Zeichen aufgebrennt.

Der Freudenklang

Durch Deutschland flog ein heller Klang Vom Süden bis zum Norden, Ein Ehrenklang, ein Freiheitsklang Ist laut geklungen worden: Der Wütrich ist gefallen, Durch Gott den Herrn gefallen, Mit seinen Henkerhorden.