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Sprüche, Gedichte, Zitate

Deutsche Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Otto Roquette

Über dem Schnee in der heiligen NachtFunkelt das Sternengeleite.Fern in Frankreich auf einsamer WachtSchaut der Soldat in die Weite. Weit, so weit ist der Sternenraum,Weit, wie die Lieb‘ ohne Schranken!Heimathlichter am TannenbaumGeh’n ihm durch die Gedanken. Mutteraugen und Jugendlust,Kinderlachen und Singen –Leuchtend geht’s ihm auf in der Brust,Will ihm das Auge bezwingen. Kalt und eisig

Zur heiligen Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Adolf Kolping

Es strebte aus der Nacht des LebensDie Menschheit stets nach Glück und Licht,Doch suchte sie den Weg vergebensJahrtausende und fand ihn nicht. Da ließ den Friedensgruß erschallenDurch Engelsmund das Christuskind,Es bot den wahren Frieden allen,Die eines guten Willens sind. Es nahm auf sich der Menschheit BürdeUnd gab des reinen Herzens Glück,Es gab dem Weibe seine

Weihnacht – Gedicht / Weihnachtsgedicht von Ludwig Anzengruber

Ob hoch, ob nieder wir geboren,So wie uns antritt das Geschick,So geht der frohe Kindesblick,Das Kinderherz geht uns verloren. Wir fühlen mählich uns verhärten‚gen alter Sagen Trost und Lust,Die uns des Lebens wirren WustZur heil’gen Einheit einst verklärten. Zerstoben bis auf wen’ge ResteIst der Erinnerung Gewalt,Abwägend stehen wir und kaltSelbst vor des Jahres schönstem Feste.

Am Sonntage nach Weihnachten – Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff

»Das Kind aber wuchs heran und wardgestärket, voll der Weisheit, und GottesGnade war mit ihm«An Jahren reif und an GeschickeBlieb ich ein Kind vor Gottes Augen,Ein schlimmes Kind voll schwacher Tücke,Die selber mir zu schaden taugen.Nicht hat Erfahrung mich bereichert;Wüst ist mein Kopf, der Busen leer;Ach keine Frucht hab‘ ich gespeichertUnd schau auch keine Saaten

Still, still, still… Gedicht von Friedrich Wilhelm Kritzinger

Still, still, still,Weil’s Kindlein schlafen will.Die Englein tun schön jubilieren,Bei dem Kripplein musizieren.Still, still, still,Weil’s Kindlein schlafen will. Schlaf, schlaf, schlaf,Mein liebes Kindlein schlaf!Maria tut dich niedersingenUnd ihr treues Herz darbringen.Schlaf, schlaf, schlaf,Mein liebes Kindlein schlaf! Groß, groß, groß,Die Lieb‘ ist übergroß.Gott hat den Himmelsthron verlassenUnd muß reisen auf den Straßen.Groß, groß, groß,Die Lieb‘ ist