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Sprüche, Gedichte, Zitate

Das war die Zeit

Du willst’s, so sei der Schwur erneuert, Vergessen sei, was uns entzweit, Zu höchst und aber höchst beteuert Sei unsrer Liebe Innigkeit! Doch was vom sichern Port gesteuert Uns einst in hohe See voll Leid, – Das war die Zeit, mein Kind, die Zeit!

Mondnacht im Gebirge

So stumm und reglos ruhen Berg und Thal In vollem Mondenlicht, Fern in den Lüften webet leiser Hall; Die Stille unterbricht Nur hurtiges Wassergerinne, Silbern schäumend; Es ist als ob die Welt Auf etwas sich besinne, Das ihr entfällt, Das unterdess‘ Sie wieder vergess‘, Weiter träumend.

In trüber Zeit

Wenn du dich ins Ärgste fandest – Ärgstes ist: geboren werden – Find dich ruhig auch ins andre, Minder Arge auf der Erden. Sterben rechnet man als Schlimmstes, Dem man nicht entrinnen kann; Höchst vernünftig ist’s, du nimmst es, Wie es tritt an dich heran.

Das blinde Kind

Es sitzt das Mädchen trüb im Leid, Es tastet an dem Schmuck die Hand, Sie streift das lichte Feierkleid, Des Farbenschein ihr unbekannt; Des Lichtes Quell ist ihr verstopft, Ihr Aug‘ kennt keiner Farbe Wahl, Es kennt nur Lust, die leise tropft, Kennt nur des Schmerzes wilden Schwall.