Die Überzeugung ist des Mannes Ehre, Ein Vließ, das keines Fürsten Hand Und kein Capitel um die Brust ihm hängt. Die Überzeugung ist des Kriegers Fahne, Mit der er, fallend, nie unrühmlich fällt. Der Ärmste selbst, verloren in der Masse, Erwirbt durch Überzeugung sich den Adel, Ein Wappen, das er selbst zerbricht und schändet, Wenn
O könnt‘ ich jene Töne wiedergeben Und jene purpurroten Farben malen Von Abendglocken und Abendstrahlen Aus meiner Jugend erstem Liebeleben! O könnt‘ ich wieder durch die Gärten schweben – Die Abendnebel dampfen aus den Thalen Und einen Bund, beglückt von süßen Qualen, Umspinnen Elfen, die im Mondschein weben.
In meines Herzens Mitte blüht ein Gärtchen, verschlossen ist es durch ein kleines Pförtchen, zu dem den Schlüssel führt mein liebes Mädchen, mein Mädchen, mein Mädchen.
»Schad um das schöne grüne Band, Daß es verbleicht hier an der Wand, Ich hab das Grün so gern!« So sprachst du, Liebchen, heut zu mir; Gleich knüpf ich’s ab und send es dir: Nun hab das Grüne gern!
Fremd bin ich eingezogen, Fremd zieh ich wieder aus. Der Mai war mir gewogen Mit manchem Blumenstrauß. Das Mädchen sprach von Liebe, Die Mutter gar von Eh‘ – Nun ist die Welt so trübe, Der Weg gehüllt in Schnee.