Da liegst du nun im Sonnenglanz, Schön wie ich je dich sah, In deiner Berge grünem Kranz, Mein Stuttgart, wieder da. Liegst da, vom Abendgold umflammt, Im Tale hingeschmiegt, Gleichwie gefasst in grünem Samt Ein güldnes Kleinod liegt!
Im Traume schaut mein Auge manchmal Wunder, Die aus der schwarzen Nacht wie weiße Wolken gehn, Und plötzlich, die Gewande weitweg werfend, Als lichte Engel um mein einsam Lager stehn.
Junge, schnüre meinen Ranzen, Denn ich muss wahrhaftig fort! Alle haben mich im Ganzen Nicht sehr lieb an diesem Ort; Es ist Zeit, sich zu verändern, Gehts nach Norden oder Süd, Umzuschauen in fremden Ländern, Wie wohl dort der Weizen blüht?
Ich weiß mir einen braven Mann, Mit Ehr‘ und Sitten angethan, Löblich, höflich und dienstfertig, Der Feinde Schreck, den Freunden gewärtig; So edler Sinn! So kluger Verstand! Ein lichtes Muster für Stadt und Land!
Du sagtest jüngst: wir wären allzuträge, Und unbeschäftigt flössen unsre Stunden, Seitdem die Lieb‘ uns schlug mit süßen Wunden. Das ist nicht wahr, du bist auf falschem Wege.
Friede! Säuselts durch die Hallen, Friede! Friede! hörst du schallen Aus der Priester frommen Chöre. Friede schwebt um Mau’r und Thore, Alle Bäume in der Runde Flüstern: Friede jeder Stunde!