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Sprüche, Gedichte, Zitate

Aus den Bergen

Jeder Mensch hat seinen Stern, Jeder Hofrat seinen; Jeder Pudel seinen Kern: Laßt auch mir den meinen! Ward mir leider nicht zuteil, Daß ich euch ergötze, Aber denkt: ich bin ein Keil, Weil ihr grobe Klötze.

Das Mütterlein

Was siehst Du, Kind, im Mondenschein? Ein Mütterlein am Wegestein, Viel tausend Falten auf Stirn und Wang’! Ihr scheinet ach, so weh, so bang, Viel tausend Zähren sie leise verschluckt, Das matte Haupt fast zur Erde gebuckt.

Sonntagabend – Gedicht / Sonntagsgedicht von Franz Alfred Muth

So SonntagsstilleDer weite Grund!Es zirpt die GrilleAllein zur Stund`.Es rauscht kein Wipfel,Der Bach nur fließt,Waldgrüne GipfelSpätlicht umgießt. Was nur mag redenIm Herzensgrund`?Als müßt ich betenWie `n Kind zur Stund`.Und mit den Glocken,Die fromm erwacht,Muß ich frohlocken,Kommt auch die Nacht. Mag sie denn kommen,Sie bringt den Stern,Licht ist erglommenWie Gruß vom Herrn.Wie heil`ge KerzenBrennt HimmelslichtDann auch

Alles ist eitel

Ach, ich kann dich nicht verwinden. Ach, nicht kann der Dichtergriffel Dich aus meiner Seele merzen. Ach, ich seh auf Buchenrinden Glänzen eingeschnittne Herzen. Ach, der laue Mondenschein Glänzt so bräutlich durch den Hain. Ach, kämst du doch heut gegangen, Ach, wie wollt ich dich umfangen, Heute in der Sommernacht.