Gleichwie ein armer mensch, aus irdischem verstand, vermeinet, horchend zu des aberglaubens lehren, ein schön gemaltes bild, als seines geists heiland, mit bitten, opfern, lob und anderm dienst zu ehren:
Leis kommt die Nacht auf Dämmerwegen. Du fühlst im Waldsee ein heimliches Regen. Der Abendwind rauscht durch das Rohr so eigen In des Sternengeflimmers tanzenden Reigen.
Sie gehen über den gespannten Seilen Und schwanken manchmal fast, als wenn sie fallen. Und ihre Hände schweben über allen, Die flatternd in dem leeren Raum verweilen.
Und wieder sind die Wundernächte schimmernd Heraufgetaucht, wo letztes Abendleuchten Und blasser Morgenglanz geheim verwoben Am blauen nächtgen Himmel sich vermählen.
Das Leben so ich führ ist wie der wahre Tod Ja über den Tod selbs ist mein trostloses Leben: Es endet ja der Tod des menschen pein und Leben Mein Leben aber kan nicht enden diser Tod.
Jeder Mensch hat seinen Stern, Jeder Hofrat seinen; Jeder Pudel seinen Kern: Laßt auch mir den meinen! Ward mir leider nicht zuteil, Daß ich euch ergötze, Aber denkt: ich bin ein Keil, Weil ihr grobe Klötze.
Was siehst Du, Kind, im Mondenschein? Ein Mütterlein am Wegestein, Viel tausend Falten auf Stirn und Wang’! Ihr scheinet ach, so weh, so bang, Viel tausend Zähren sie leise verschluckt, Das matte Haupt fast zur Erde gebuckt.
So SonntagsstilleDer weite Grund!Es zirpt die GrilleAllein zur Stund`.Es rauscht kein Wipfel,Der Bach nur fließt,Waldgrüne GipfelSpätlicht umgießt. Was nur mag redenIm Herzensgrund`?Als müßt ich betenWie `n Kind zur Stund`.Und mit den Glocken,Die fromm erwacht,Muß ich frohlocken,Kommt auch die Nacht. Mag sie denn kommen,Sie bringt den Stern,Licht ist erglommenWie Gruß vom Herrn.Wie heil`ge KerzenBrennt HimmelslichtDann auch
Ach, ich kann dich nicht verwinden. Ach, nicht kann der Dichtergriffel Dich aus meiner Seele merzen. Ach, ich seh auf Buchenrinden Glänzen eingeschnittne Herzen. Ach, der laue Mondenschein Glänzt so bräutlich durch den Hain. Ach, kämst du doch heut gegangen, Ach, wie wollt ich dich umfangen, Heute in der Sommernacht.