Ich rang einst mir die Hände wund Nach Wahrheit Und ging ein Blinder unter Blinden, Die qualvoll suchen, daß sie finden Und Dogmen klauben Und verwerfen, Um sie am Ende doch zu glauben.
Es rauscht und saust von großen Karussellen Wie Sonnen flammend in den Nachmittagen. Und tausend Leute sehen mit Behagen, Wie sich Kamele drehn und Rosse schnelle,
Er hat sein letztes Wort gesprochen, Zu Fall ist der Tyrann gebracht, Und was ein Apfel einst verbrochen, Hat nun ein Apfel gutgemacht. Doch deines Kindes Blut vergossen?? Ei, Tell, ich hätte nicht geschossen!
Von den Tannen träufelt Märchenduft; Leise Weihnachtsglocken sind erklungen – Blinkend fährt mein Hammer durch die Luft; Denn ein Spielzeug zimmr‘ ich meinem Jungen.
Es flammet das herrlichste Sonnengold Im Westen – die Sonne geht unter – Der grünende Teppich ist aufgerollt, Er strotzet voll Blumen, voll bunter. Ein Mensch in Gedanken im Schatten steht Und fühlet im Herzen ein froh Gebet.
Das gold des Morenlands, wie pur es auch kan sein, muß ihres krausen haars köstlichem schimmer weichen: der roteste koral, des schönsten rubins schein ist ihres rosenmunds reichtum nicht zu vergleichen;
„Warum bist du so traurig nun Und schaust immer in schweigender Nacht Zu den einsamen Sternen herauf? Warum stützt du so oft grübelnd Das Haupt in die Hand, Das nun lange schon tatenlos?“
Ich habe nun ein freies Land gefunden; Doch nirgends wird auf Rosen uns gebettet, Und ist der Leib nicht eben angekettet, Bleibt ewig uns die Seele doch gebunden.
Seid stolz! es klingt kein Gold der Welt Wie eurer Saiten Gold; Es ist kein Fürst so hoch gestellt, Daß ihr ihm dienen sollt! Trotz Erz und Marmor stürb‘ er doch, Wenn ihr ihn sterben ließet; Der schönste Purpur ist annoch Das Blut, das ihr als Lied vergießet!