Zweifach ist Liebe; – mag die tolle Welt An leeren Tand auch oft den Namen hängen Und Mitleid, Neigung, Laune, wie es fällt, Mit heil’ger Liebe Gluten schnöd vermengen –
Jüngst lag ich dort auf jenen grünen Matten, die um der Donau Beet sich lachend ziehn, in einer Linde gastlich kühlem Schatten und starrte in die weite Schöpfung hin.
Allerseelen ist gekommen, hat den Wald sein Laub genommen; Leis die Blumen sich entfärben, Überall ist Weh und Sterben. Nebel brauen auf den Höhen und den Auen.
Nachts kam im Traum zu mir ein Engel, Der hatte vom Himmel den Abschied bekommen, Weil er, voll lauter irdischer Mängel, Das Himmelreich für die Erde genommen.
Ein Schiffer irrt, durch Sturmesnacht getrieben, Der Wogen und der Winde, leichtes Spiel, Wohl sind ihm Mast und Ruder noch geblieben, Doch fehlt der Reise Wichtigstes: ein Ziel!
Nun will das Laub der Wind verweh`n, Matt wird der Sonnenstrahl; Doch wird`s auch Herbst, mag Alles geh`n, Mir blüht ein Lenz zumal. Den bricht kein Wind, den nimmt kein Schmerz: Es ist mein liebes Mutterherz.