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Sprüche, Gedichte, Zitate

Schneelied zu Weihnachten – Gedicht von Otto Julius Bierbaum

Du trittst mich, singt der Schnee,Mir aber tuts nicht weh:Ich knirsche nicht, ich singe;Dein Fuß ist wie der Bogenstrich,Dass meine Seele klinge.Hör und verstehe mich -:Getreten singe ich,Und nichts als frohe Dinge.Denn, die getreten sind,Wissen, es kam ein Kind,Gar sehr geringe,In einem Stall zur Welt:Das hat sein Herz wie ein leuchtendes LichtIn große Finsternis gestellt.

Das Mütterlein

Was siehst Du, Kind, im Mondenschein? Ein Mütterlein am Wegestein, Viel tausend Falten auf Stirn und Wang’! Ihr scheinet ach, so weh, so bang, Viel tausend Zähren sie leise verschluckt, Das matte Haupt fast zur Erde gebuckt.

In der Fremde

Schon bin ich müd zu reisen, Wärs doch damit am Rand! Vor Hören und vor Sehen Vergeht mir der Verstand.