Abend am Meer
Hinter der grauen Wolkenwand
Taucht in verglühenden
Die Sonn in rauschende Wogen hinab,
Und Abendwinde wehn mit Fächeln mit gelinden.
Das alte Meer braust über die Klippen,
Es rauschet seinen ewgen Sang,
Ich schau in die Sonne mit wehen Blicken.
„O großer Helios, willst du scheiden in dein Grab,
Wo stille Ruh ist und ewger Frieden,
So nimm auch mich mit dir hinab.“
Georg Heym
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- Du meine Seele, du mein Herz Du meine Seele, du mein Herz, Du meine Wonn‘, o du mein Schmerz, Du meine Welt, in der ich lebe, Mein Himmel du, darin ich schwebe, O du mein Grab, in das hinab Ich ewig meinen Kummer gab....
- Gedanken am Abend Zu jener Reih‘ von meinen Lebensstunden, Die schon unwiederbringlich schnell verschwunden, Floß abermal ein Theil von meiner Zeit, Ein Tag ins tiefe Meer der Ewigkeit!...
- Das Irrlicht In die tiefsten Felsengründe Lockte mich ein Irrlicht hin: Wie ich einen Ausgang finde, Liegt nicht schwer mir in dem Sinn....
- Am heiligen Abend – Gedicht von Karl von Gerok O heiliger Abend,mit Sternen besät,wie lieblich und labenddein Hauch mich umweht!Vom Kindergetümmel,vom Lichtergewimmelaufschau ich zum Himmelin leisem Gebet. Da funkelt von Sternenein himmlischer Baum,da jauchzt es im fernen,ätherischen Raum;da lassen die Sphärenin seligen Chörenglückwünschend sich hören;mir klingt’s wie im Traum. Es führet mit FeuerOrion den Chor,die himmlische Leiertöt golden...
- Anonymes langes Zitat aus: Penelope Smith, Gespräch mit Tieren Steh nicht an meinem Grab und weine.Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.Ich bin wie tausend Winde, die wehen.Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn.Ich bin der sanfte Herbstregen.Wenn du aufwachst in des Morgends Stille, bin ich der flinkeFlügelschlag friedlicher Vögel im kreisenden...
- In Nacht und Stürmen Und dennoch, wenn’s auch tobt und stürmt und Dunkel mich umhüllt, wenn Woge sich auf Woge türmt und fast mein Schifflein füllt:...
- Einladung Wie lange willst Du draußen stehen? Komm‘ nur herein, Du lieber Gast, Die Winde gar zu stürmisch wehen, Komm‘, halt ein Weilchen bei mir Rast. Vergebens gingst um Obdach bitten Schon lange Du von Tür zu Tür, Ich weiß, was Du dabei gelitten, Komm‘, ruhe endlich aus bei mir!...
- Du rote Rose Du rote Rose auf grüner Heid‘, Wer hieß dich blühn? Du heißes Herz in tiefem Leid, Was will dein Glühn? Es braust der Sturm vom Berg herab, Dich knickt er um; Es gräbt die Liebe ein stilles Grab, Du bist dann stumm....
- Der Alpenjäger Willst du nicht das Lämmlein hüten? Lämmlein ist so fromm und sanft, Nährt sich von des Grases Blüthen, Spielend an des Baches Ranft. »Mutter, Mutter, laß mich gehen, Jagen nach des Berges Höhen!«...
- Nimm Dein Schicksal ganz als Deines Nimm Dein Schicksal ganz als Deines. Hinter Sorge, Gram und Grauen wirst Du dann ein ungemeines Glück entdecken: Selbstvertrauen. Richard Dehmel...
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