Einmal nur sah ich dich In einer schwarzen Menschenmenge. Einmal nur sahst du mich. Wir waren größer als die Kleinen, Größer um Haupteslänge. Sie sahen alle auf zu uns,
I Wie Feuerregen füllt den Ozean Der schwarze Gram. Die großen Wogen türmt Der Südwind auf, der in die Segel stürmt, Die schwarz und riesig flattern im Orkan.
Das gold des Morenlands, wie pur es auch kan sein, muß ihres krausen haars köstlichem schimmer weichen: der roteste koral, des schönsten rubins schein ist ihres rosenmunds reichtum nicht zu vergleichen;
Cupido einmal sehr verdrossen, daß er hat so vil pfeil umsunst auf meine Myrta los geschossen, die niemals achtet seiner kunst, erwählet, ihre zarte schoß zu wunden, zornig, ein geschoß.
„Warum bist du so traurig nun Und schaust immer in schweigender Nacht Zu den einsamen Sternen herauf? Warum stützt du so oft grübelnd Das Haupt in die Hand, Das nun lange schon tatenlos?“
Ich habe nun ein freies Land gefunden; Doch nirgends wird auf Rosen uns gebettet, Und ist der Leib nicht eben angekettet, Bleibt ewig uns die Seele doch gebunden.
Seid stolz! es klingt kein Gold der Welt Wie eurer Saiten Gold; Es ist kein Fürst so hoch gestellt, Daß ihr ihm dienen sollt! Trotz Erz und Marmor stürb‘ er doch, Wenn ihr ihn sterben ließet; Der schönste Purpur ist annoch Das Blut, das ihr als Lied vergießet!
Sie sollen alle singen Nach ihres Herzens Lust; Doch mir soll fürder klingen Ein Lied nur aus der Brust: Ein Lied, um dich zu preisen, Du Nibelungenhort, Du Brot und Stein der Weisen, Du freies Wort!