Nichts pflegt der Rachbegier an Thorheit gleich zu sein. Ein Mann, der unverhofft sein feistes Kalb vermißte, Schwur, wenn er seinen Dieb nur zu entdecken wüßte, So wollt‘ er einen Bock dem Pan zum Opfer weihn.
Der erste Schnee hat auf die weite Welt Still über Nacht das weiße Tuch gebreitet, Die Häuser sind wie weißes Zelt an Zelt, Baum, Weg und Steg in schimmernd Weiß gekleidet.
In meines Herzens Grunde, da ist ein teurer Schatz, der hat zu jeder Stunde allein den ersten Platz. Und in des Schatzes Grunde lebt jeden Augenblick mein Geist mit Gott im Bunde in ungetrübtem Glück.
Wenn Gift und Galle die Welt dir deut, und du möchtest das Herz dir gesund bewahren: Mach andern Freude! Du wirst erfahren, dass Freude freut. Friedrich Vischer
Ein Mann, der liebt, darf nicht zu blöde sein, Abschreckend stets ist zuviel Blödigkeit! Ein Weib, das liebt, darf nicht zu spröde sein, Abschreckend stets ist zuviel Sprödigkeit! Friedrich Bodenstedt
Einst reiste Meister Fuchs zu einem seiner Schwäger, Im schwülen Sommer, über Feld; Es hatte sich zu ihm der Ziegenbock gesellt, Der dumm und sicher war, wie viele Hörnerträger.
Willst du den Stolz für alle kenntlich malen, So laß den Muth ihm aus den Augen strahlen! Sein Blick sei Hohn: ein Trotz, der herrisch droht, Krümm‘ ihm den Mund, färb‘ ihm die Wangen roth:
Er stand auf seines Daches Zinnen, Er schaute mit vergnügten Sinnen Auf das beherrschte Samos hin. »Dies alles ist mir unterthänig,« Begann er zu Ägyptens König, »Gestehe, daß ich glücklich bin.« –