Die Nacht vor dem Heiligen Abend,Da liegen die Kinder im Traum;Sie träumen von schönen SachenUnd von dem Weihnachtsbaum. Und während sie schlafen und träumen,Wird es am Himmel klar,Und durch den Himmel fliegen,Drei Engel wunderbar. Sie tragen ein holdes Kindlein,Das ist der Heilge Christ;Er ist so fromm und freundlich,Wie keins auf Erden ist. Und wie es
Bäume leuchtend, Bäume blendend, Überall das Süsse spendend. In dem Glanze sich bewegend, Alt und junges Herz erregend – Solch ein Fest ist uns bescheret. Mancher Gaben Schmuck verehret; Staunend schaun wir auf und nieder, Hin und Her und immer wieder.
Plätzchenduft zieht durch das Haus,versperrt sind manche Schränke.Es weihnachtet, man kennt sich aus,und wohlsortiert sind die Geschenke. Man freut sich auf das Kinderlachenund auf ein paar Tage – ruhig und still,andern mal eine Freude machen,das ist es, was man will. Weihnachtskarten trudeln einvon allen Ecken und Kanten,die meisten sind, so soll es sein,von lieben und
Nun ist das Fest der Weihnacht,das Fest, das alle glücklich macht,wo sich mit reichen FestgeschenkenMann, Weib und Greis und Kind bedenken,wo aller Hader wird vergessenbeim Christbaum und beim Karpfenessen; –und Gross und Klein und Arm und Reich, –an diesem Tag ist alles gleich.So steht’s in vielerlei Variantenin deutschen Blättern. Alten Tantenund Wickelkindern rollt die Zähreins
Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzenund wecken Freude in allen Herzen. Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,was sollen wir singen, was sollen wir sagen? Wir wollen euch wünschen zum heiligen Festevom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste! Wir wollen Euch danken für alle Gabenund wollen euch immer noch lieber haben. Weihnachtsgedicht von Gustav Falke
O heiliger Abend,mit Sternen besät,wie lieblich und labenddein Hauch mich umweht!Vom Kindergetümmel,vom Lichtergewimmelaufschau ich zum Himmelin leisem Gebet. Da funkelt von Sternenein himmlischer Baum,da jauchzt es im fernen,ätherischen Raum;da lassen die Sphärenin seligen Chörenglückwünschend sich hören;mir klingt’s wie im Traum. Es führet mit FeuerOrion den Chor,die himmlische Leiertöt golden hervor;dann folgen mit Schalledie Sternelein alle;dem
Hurra, mein neues Steckenpferdhat feine flinke Beine!Nun kauf ich mir ein großes Schwertund reite ganz alleine. Und reite, wie der Sturmwind weht,rund dreimal um den Garten,und wo der große Schneemann steht,da muß mein Rößlein warten.Nun komm mal her aus deiner Burg!Dein Besen macht mich lachen.Ich hau dich einfach mittendurch:dann kannst du nichts mehr machen. Da
Die Wichtelmännchen haben es hild,mancherlei ist zu bedenken:Weihnacht ist morgen und es gilt,die Märchenprinzessin zu beschenken. Etwas schönes, keinen Tand.Sie denken sehr praktisch in solchen Stücken.Ein Tannenbaum steht am Waldesrand,den wollen sie für die Prinzessin schmücken. Äpfel und Nüsse, die müssen sein,und vor allem auch süße Sachen,und der Lichter lieblicher Schein.Die Tanne ist hoch, doch
Wie bewegt mich wundersamEuer Hall, ihr Weihnachtsglocken,Die ihr kündet mit Frohlocken,Daß zur Welt die Gnade kam. Überm Hause schien der Stern,Und in Lilien stand die Krippe,Wo der Engel reine LippeHosianna sang dem Herrn. Herz, und was geschah vordem,Dir zum Heil erneut sich’s heute:Dies gedämpfte FestgeläuteRuft auch dich nach Bethlehem. Mit den Hirten darfst du ziehn,Mit
Die Kindlein sitzen im Zimmer– Weihnachten ist nicht mehr weit –bei traulichem Lampenschimmerund jubeln: „Es schneit, es schneit!“ Das leichte Flockengewimmel,es schwebt durch die dämmernde Nachtherunter vom hohen Himmelvorüber am Fenster so sacht. Und wo ein Flöckchen im Tanzeden Scheiben vorüberschweift,da flimmert’s in silbernem Glanze,vom Lichte der Lampe bestreift. Die Kindlein sehn’s mit Frohlocken,sie drängen
Es zieht empor mich zu des Vaters Milde,Ich sinke hin vor meines Schöpfers Thron.Und mich umstrahlt im lieblichen GebildeDer Welterlöser, Gott und Gottes Sohn.Er stieg herab aus Edens Lichtgefilde:So lehrt dich, Christ, die Stimm‘ der Religion;So seh‘ ich ihn vor meiner Seele schweben,Und mich durchströmt der Hoffnung neues Leben. Der Engel naht sich Segen zu
Ein Kind – von einem Schiefertafel-SchwämmchenUmhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,Dann blüht er Flämmchen.Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmtUns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. – Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,Wird dann doch gütig lächeln. Wenn wir im Traume