Der Abend wallt, mit süßer Ruh, Von Taugewölken nieder; Die bunte Tulpe schließt sich zu, Der Hain vergißt der Lieder. Nur von beglückter Liebe singt Noch meine Philomele, Und ach! ein Sehnsuchtsseufzer dringt Mir schmachtend aus der Seele.
Am Bach, der durch das gelbe Brachfeld fließt, Zieht noch das dürre Rohr vom vorigen Jahr. Durchs Graue gleiten Klänge wunderbar, Vorüberweht ein Hauch von warmem Mist.
Wenn Dichter oft in warmen Phantasieen, Von Liebesglück und schmerzlichem Vergnügen, Sich oder uns, nach ihrer Art, belügen, So sei dies Spielwerk ihnen gern verziehen.
Die grauen Wolken flogen, Umwölbend das Gefild, Und nieder kam gezogen Ein Regen warm und mild. Nun träufelt der Erquickung Thau, Es dampft die zartbegrünte Au; Die Erde hat gesogen Und ihren Durst gestillt.
Wenn mit Dunkel und mit Schweigen Mutter Nacht dein Bett umhüllt, Lausche, wie mein Zaubergeigen Heimlich dir die Kammer füllt. Lausche, wie dich Wunderglocken Fromm zur heilgen Tiefe locken. In der Tiefe wohnt die Ruh, Und die Tiefe/ das bist du.
Nun hast du es endlich geschafft und so freuen wir uns auf der einen Seite, und trauern auf der auf der anderen. Noch eines lass dir gesagt sein: Eine Karriere ist wunderbar, aber nichts, woran man sich in einer kalten Nacht wärmen kann.
Viel zu gering bin ich, o Herr,Der Vaterhuld, womit du mehrAls Tausende mich segnest.Du wähltest selbst dieß Los für mich;Was ist’s, daß du so väterlichVor Andern mir begegnest?Alles, was ich von dir habe,Jede Gabe,Jeder SegenStrömt mir unverdient entgegen. Wie ruhig fließt mein Leben hin!Nichts trübet mir den frohen Sinn,Kaum kennt der Mund die Klage.Du strömst
Deine Wärme spüre ich bis hier, doch leider bist du nicht bei mir, ich hoffe ich muss dich nicht noch lange vermissen und kann dich dann endlich wieder küssen!