Der Toten Geister seid ihr, die zum Flusse, Zum überladnen Kahn der Wesenlosen Der Bote führt. Euer Rufen hallt im Tosen Des Sturms und in des Regens wildem Gusse.
Über den schwarzen Winkel hasten Am Mittag die Raben mit hartem Schrei. Ihr Schatten streift an der Hirschkuh vorbei Und manchmal sieht man sie mürrisch rasten.
Wo einer abends geht, ist nicht des Engels Schatten Und Schönes! Es wechseln Gram und sanfteres Vergessen; Des Fremdlings Hände tasten Kühles und Zypressen Und seine Seele faßt ein staunendes Ermatten.
Die fernen Flöten hör‘ ich schallen, Der Feierhymnus wogt darein; Es wälzt sich zu des Tempels Hallen Des Volkes Strom im Morgenschein, Der Knaben rothe Fackeln stralen Auf weißer Festgewandung Zier; Die Priester tragen goldne Schalen, Und führen den bekränzten Stier.
Nein, nein, ich gebe mich, ich kann und darf es nicht,der Liebe nicht mehr hin, ich muß ihr widerstehen;mein Herz verlangt nach Ruh, verlangt nach Gleichgewicht,es soll hinfort nicht mehr entflammen und vergehen;genug hab ich geliebt; doch warum wird mir leicht,warum will sich mein Geist in flüchtigen Träumen lösen,wenn es geschieht, daß stumm an mir
Falsche Freunde gleichen unseren Schatten: Sie halten sich dicht hinter uns, solange wir in der Sonne gehen, verlassen uns aber sofort, wenn wir ins Dunkel geraten.