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Sprüche, Gedichte, Zitate

Lebensregel (Ferdinand von Saar)

O nie in eitlem Hochmuth sprich es aus, Daß Dieser oder Jener nichts bedeute; Mit deinem letzten Urtheil halte Haus: Denn nicht so leicht ergründest du die Leute.

Mutter und Tochter

Wie rührt ihr mich, seh‘ ich in Blick und Mienen, Im Wesen euch so ganz einander gleichen; Die Tochter, von des Frühroths Strahl beschienen, Der Mutter Stern allmälig im Verbleichen.

Ambrose Gwinnett Bierce – amerikanischer Journalist und Satiriker

Geizig: ungehörig darauf versessen, das zu behalten, was so viele verdiente Menschen selber gerne haben möchten. Hauptstadt: Sitz schlechter Verwaltung. Friede: die Epoche des Betrügens zwischen zwei Epochen des Kriegführens. Ureinwohner: minderwertige Lebewesen, in neuentdeckten Ländern eine Last; sind aber bald nicht mehr lästig und werden zu Dünger.

An den Großvater

Wie Schwaches sich zu Starkem füget, Voll jugendlicher Zärtlichkeit Der Zweig sich an die Eiche schmieget, Großväterchen! so nah‘ ich heut‘. Am Tage, der Dich einst geboren, – Es sind nun zweiundsechzig Jahr – Und reiche, dazu auserkoren.

Größer als die Verhältnisse muss unsere Kraft sein, unter diesen Verhältnissen ein Mensch zu werden, der die Zeit versteht und der Zeit gewachsen ist. (Albert Schweitzer)

Größer als die Verhältnisse muss unsere Kraft sein,unter diesen Verhältnissen ein Mensch zu werden,der die Zeit versteht und der Zeit gewachsen ist. Albert Schweitzer