Es mahnt mich freundliche jede Kreatur: O suche deines Schöpfers heil’ge Spur, Erkenn seine ew’ge Lieb und Huld, Empfang‘ die Wohltat und bezahl‘ die Schuld.#
In dir, mein Vater, ruht mein Leben, Von Ewigkeit bist du mein Gott; Der Glaube lässt mich nicht erbeben Und macht die Sorge mir zu Spott; Ob jeder andre Trost mir fehle Und mich die tiefste Nacht umgibt, Es tönt das Wort durch meine Seele: Du hast mich je und je geliebt.
Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild. John Milton
Der Mensch ist das Wesen, welches die oberste Stufe der sichtbaren Schöpfung einnimmt und das sich sogar für das Ebenbild Gottes ausgibt – worüber Gott sich jedoch nicht sehr geschmeichelt fühlen dürfte. Johann Nestroy
Kann ich nur dichten! – bleibt mir Freiheit nur Tagtäglich meinen Schritt in die Natur Nach Herzenslust zu richten; Kann ich nur lagern mich auf luft’gen Höhn, Am Leben mich des reichen Tals zu weiden, Mich an belebten Strömen nur ergehn, So werd‘ ich keinem seinen Stand beneiden.
Holde Liebe, welchen Jüngling du Dir zum Freund erkoren, Dem wird jeder Augenblick zur Ruh Und zum Glück geboren! Fröhlich sieht sein blühendes Gesicht Jeden Tag entstehen; Fröhlich sieht er ihn im Purpurlicht Wieder untergehen.