Nach trüben Tagen strahlt die Sonne wieder, Die seidnen Flügel sanfter Weste wehn Im stillen Tal, um waldbekränzte Höh’n; Der Schmetterling schwingt froh sein zart Gefieder;
Eine verliebte Ballade für ein Mädchen namens Yssabeau Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund, ich schrie mir schon die Lungen wund nach deinem weißen Leib, du Weib. Im Klee, da hat der Mai ein Bett gemacht, da blüht ein schöner Zeitvertreib mit deinem Leib die lange Nacht. Das will ich sein im tiefen Tal
Die Laube prangt mit jungem Grün: Es tönen ihre dunkeln Buchen Von Vögeln, die voll Wollust glühn, Von Frühlingstrieben glühn und Scherz und Schatten suchen.
Auf Bergeshöhen schneebedeckt, Auf grünen Hügeln weitgestreckt Erglänzt die Morgensonne; Die tauerfrischten Zweige hebt Der junge Buchenwald und bebt Und bebt in Daseinswonne.
Die Vögel zwitschern, die MückenSie tanzen im Sonnenschein,Tiefgrüne feuchte RebenGucken ins Fenster herein. Die Tauben girren und kosenDort auf dem niedern Dach,Im Garten jagen spielendDie Buben den Mädeln nach. Es knistert in den Büschen,Es zieht durch die helle LuftDas Klingen fallender Tropfen,Der Sommerregenduft. Ada Christen (1839-1901)