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Sprüche, Gedichte, Zitate

Alte Geschichten

Der Abend dämmert, es wirbelt der Wind den Schnee von dem hohen Dache, Großmütterchen sitzt am warmen Kamin mit den Kleinen im warmen Gemache. „Erzähl uns etwas, Großmütterlein!“ – „Recht gern, ihr närrischen Dinger, ihr müsst nur brav und bescheiden sein!“ Und mahnend hebt sie den Finger.

Gewohnheit

Als Kain den Abel umgebracht, Zum Himmel dampft das Blut. Es ward ein starker Lärm gemacht, Und Gott geriet in Wut. Die Engel wurden watschelnaß, So haben sie geflennt. Und Gott hat Kain in grimmen Haß Ein Zeichen aufgebrennt.

Daheim

„Daheim!“ – o Wort, wie rührst du Ein Herz, das ungeliebt! Sprichst ihm von jenem Frieden, Den nur die Heimat gibt! Auch mich umklangst du lockend Im wüsten Lebensbraus; Und, das Verheißne suchend, Kehrt‘ ich in’s Vaterhaus.

Der goldne Sonnenschein

Das gibt der Erde erst den Glanz Und Weihe der Natur, Macht ihr zum schönsten Feierkleid Die blütenärmste Flur, Macht ihr den Bach zum Perlenband, Zum Schmuck den schlecht’sten Stein – Liegt leuchtend über aller Welt Der goldne Sonnenschein!