Der schwarze Mantel will sich dichter falten, die freundlichen Gespräche sind verschollen. Wo allen Wesen tief Gesang entquollen, da muß die stumme Einsamkeit nun walten.
Wollt ihr in meinen Kasten sehn? Des Lebens Spiel, die Welt im Kleinen, Gleich soll sie eurem Aug’ erscheinen; Nur müßt ihr nicht zu nahe stehn, Ihr müßt sie bei der Liebe Kerzen Und nur bei Amors Fackel sehn.
Die Sonne hat uns gute Nacht gegeben; Die Schafe ziehen heim in’s stille Haus, Kein Vogel mag den Flügel mehr erheben, Sie schlafen alle, und ihr Lied ist aus. Nun leg‘ auch ich mich hin zur Ruh‘ Und schließ‘ die müden Augen zu.
Wieder die ersten sonnigen Hauche, Lockend hinaus vor die düstere Stadt; Wieder am zitternden, treibenden Strauche Die ersten Knospen, das erste Blatt.
Gott Amor wollt ihr Treue lehren? Ihr wollt den Schmetterling bekehren, Der nur auf Wechsel sinnt? Und fängt ihr, mit Amphions Feuer, Erhabne Weisheit in die Leyer, Ihr sänget in den Wind! Wegflatternd wird er euch verlachen – Was könnt ihr mit dem Leichtsinn machen? Er ist ein Kind!
Wenn dir ein gold’ner Traum zerrann Und rauh die Wirklichkeit dein Herz zerspaltet, Nicht mit dem Schicksal had’re dann, Das doch nur in dir selber lebt und waltet.
O du Jahrhundert neuer Bahnen In freien Reich der Wissenschaft, Das sich aus dunklem Glaubensahnen Zu schönerm Lichte aufgerafft! – Von Stufe schwingst du dich zu Stufe Und rastlos strebst du höher noch – Du wähltest dir zum Flammenrufe Das Wort: „Und sie bewegt sich doch!“