Erntelied | Gedicht von Gustav Falke
Neigt euch, Ähren,neigt euch dem Tod,dass wir uns nährenvon eurem Brot! Einer dem andern,eiserner Zwang.Wir alle wandernden gleichen Gang. Ein sondrer Schnittersteht hinter uns auf,sein Messer ist bitter,mäht alles zuhauf. Wer es erleidet,weiß nicht warum.Der Schnitter schneidetfraglos und stumm. Sind wir die Ähren?Sind wir das Brot?Wen sollen wir nähren?Einzig den Tod. Gustav Falke