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Sprüche, Gedichte, Zitate

Das Finden seiner selbst

Das Finden seiner selbst in dunklen Tagen ist meistens mehr Glücksache, als die Menschen gewöhnlich eingestehen wollen. Gottfried Keller

Am Abend

Sinkt der Tag in Abendgluthen,Schwimmt das Thal in Nebelfluthen. Heimlich aus der HimmelsferneBlinken schon die goldnen Sterne. Flieg zu Nest und schwimm zum Hafen!Gute Nacht, die Welt will schlafen! Heinrich Seidel

Auf dem Anstand

Im goldnen AbendscheineRuht dämmernd das Gefild;Am Waldrand ruh‘ ich, wartendAuf gar ein lieblich Wild. Von Ferne ruft der KukukSo heimlich rauscht der Wald,Es schwebt vor meinen GedankenEine wunderschöne Gestalt. Die Büchse ruhet lässigIn Gras und weichem Klee –Mich hat in’s Herz getroffenSelber ein schlankes Reh. Da rauscht es in dem LaubeVon wunderleichtem Schritt: –Mein Rehlein

Das Künstlerpaar | Gedicht von Heinrich Seidel

Er:Du steigst empor, man jauchzt dir zu!Fast störts ein wenig meine Ruh,Denn Eines könnt ich nicht ertragen:Wenn du mich würdest überragen! Sie:Du bist mein Licht und meine Wonne!Steig wie ein Adler auf zur Sonne!Und lässest du mich weit zurück,Nur um so grösser wird mein Glück! Heinrich Seidel

Bescheidenheit: Philister mögen es gerne leiden, Wenn grosse Männer sind „bescheiden“; Doch könnt ihr mir glauben auf alle Fälle: Wer wirklich was leistet, der kennt seine Stelle! (Heinrich Seidel)

Philister mögen es gerne leiden,Wenn grosse Männer sind „bescheiden“;Doch könnt ihr mir glauben auf alle Fälle:Wer wirklich was leistet, der kennt seine Stelle! Heinrich Seidel